Wer ist ein Prophet?
Er ist Allahs Gesandter auf Erden. Er ist derjenige, der seinen Dienern Botschaften von Allah überbringt. Er ist ein Vorbild, das zeigt, wie Allah will, dass wir leben. Warum braucht es Propheten?
Propheten leiten Menschen. Das heißt, sie führen Menschen. Führung ist nicht nur ein Bedürfnis der Menschen, sondern auch der Tiere. Nach einigen Beispielen werden wir über Führung beim Menschen sprechen.
Führung ist ein inhärentes Bedürfnis unter den Lebewesen; nichts unter den Lebewesen bleibt ohne Zweck, Aufgabe, System und Führung. Ein Beispiel,
– An engen und tiefen Stellen weisen große Fische ihren Jungen Führer zu.
– Wölfe markieren die Grenzen ihrer Beute mit ihrem Urin, andere Wölfe, die diese Grenzen überschreiten, werden bestraft.
– Wildpferde bilden Gruppen von fünf bis sechs Tieren. Auch wenn sie sich mit anderen Gruppen vermischen, verlieren sie sich nicht. Wenn in einer Gruppe ein Kalb geboren wird, lässt der Gruppenführer keine Bewegung zu, bis das Kalb aufstehen und laufen kann.
– Die Führung ist für Zugvögel sehr wichtig, denn sie können Tausende von Kilometern fliegen, ohne sich zu verirren. Wenn sie allein fliegen, verlieren sie diese Fähigkeit und finden ihren Weg nicht mehr.
– Einer der Störche, dessen Ziel Südafrika war, wurde in Deutschland eingefangen, mit Armbändern an den Füßen versehen und fünf Tage nach der Gruppe wieder freigelassen. Er war so weit von seinem Ziel entfernt, dass er in Indien tot aufgefunden wurde. Würde Allah, der die kleinste Bitte erfüllt, die größte Bitte unerfüllt lassen?
Solche Beispiele ließen sich fortsetzen. Nach all diesen Beispielen können wir folgendes sagen. Würde Allah, der die Tiere nicht unbeaufsichtigt, ohne System und ohne Führung lässt, den Menschen, der die Ehre hat, der Kalif Allahs auf Erden zu sein und der einen viel höheren Wert als die Tiere hat, unbeaufsichtigt, ohne System und ohne Führung lassen? Würde Allah, der den Tieren die Führung gibt, die sie brauchen, nicht auch die Propheten schicken, auf die die Menschen noch eher angewiesen sind? Natürlich tut Er das. Und Er sandte sie.
Hätte Allah keine Propheten geschickt, hätte der Mensch es gewollt, denn der Glaube ist ein natürliches Bedürfnis des Menschen. Wäre dieses Bedürfnis nicht von Allah formuliert (in eine bestimmte Form gebracht) worden, gäbe es unter den Menschen viele verschiedene Auffassungen von Knechtschaft. Wir können dies an folgendem Beispiel erläutern: Es wird ein neues elektronisches Gerät mit vielen Funktionen gekauft und da die Anwesenden dieses elektronische Gerät gerade erst gesehen haben, werden sie von allen über dessen Verwendung beraten. Da aber niemand die Person ist, die dieses Gerät hergestellt hat, haben sie nicht genügend Informationen über seine Verwendung. Je mehr Leute anwesend sind, desto mehr unterschiedliche Meinungen gibt es. Und wenn jeder seinen eigenen Rat befolgen will, reicht die Lebensdauer des Geräts vielleicht nicht aus, um alle Empfehlungen auszuprobieren. Wenn einer von ihnen klug ist und die Gebrauchsanweisung des Gegenstandes bei der Herstellerfirma anfordert, verschwinden alle Probleme und die gewünschte Effizienz des Gegenstandes wird erreicht. Das elektronische Gerät in diesem Beispiel ist der Mensch. Er hat viele Qualitäten. Um ihn glücklich zu machen, werden viele menschliche Ideen in den Raum geworfen, aber er ist noch immer nicht glücklich. Allah (cc) hat den Menschen durch die Propheten das Handbuch gesandt, das ihn glücklich machen wird.
Der deutlichste Beweis für den Islam ist der Prophet Muhammad (sav)
Die Hunderte von Wundern, die der Prophet Muhammad (sav) vollbracht hat, wie z.B. der Shaqq-i Kamer (Die Zerteilung des Mondes) und das Fließen des Wassers aus seinen Fingern, die Tatsache, dass er vor und nach seinem Prophetentum niemals gelogen hat, dass er der Menschheit das Meisterwerk des Quran gebracht hat, von welchem seit seiner Zeit bis heute niemand in der Lage war, ein ähnliches Werk hervorzubringen, obwohl er ein Analphabet war, dass er Botschaften aus der Vergangenheit und der Zukunft brachte und dass diese Botschaften wahr wurden, dass er aus einer Gemeinschaft, die so mörderisch war, dass sie ihre eigenen Kinder lebendig in der Erde begrub, einen Stamm hervorbrachte, der der Menschheit in einer kurzen Zeitspanne von 23 Jahren eine Lektion in Sachen Zivilisation erteilte. Die heiligen Bücher der Vergangenheit, wie Thora und Bibel, wiesen auf ihn und dass er als Prophet gesandt werden würde hin. Vor seinem Prophetentum folgte ihm eine Wolke, was von vielen Zeugen, insbesondere dem Priester Bahira, bezeugt wurde.
Das Austrocknen des Sava-Sees in der Nacht seiner Geburt, die Zerstörung der 14 Säulen im Palast von Kisra, das Auslöschen des Feuers der Zoroastrier, das seit tausend Jahren brannte, die Abwesenheit jeglichen Widerspruchs in seinem Leben mit der negativen und positiven Untersuchung und Prüfung von Tausenden von Menschen in 14 Jahrhunderten seit dem Jahrhundert, in dem er lebte, und das Zeugnis von Hunderten von anderen Zeugen bezeugen: Er (sav) ist der Diener und Gesandte Allahs.
Ja, seine Existenz ist ein Zeichen für die Richtigkeit aller Bestimmungen der Religion. Wenn ein Mensch ein Problem mit seiner Religion hat, sollte er Nachforschungen anstellen, um sie zu verstehen. Wenn er die Weisheit der Sache nicht verstehen kann, sollte er sagen: “Ja, ich kann diese Sache nicht verstehen, aber wenn der Prophet Muhammad (Friede sei mit ihm) die Wahrheit dieser Sache bestätigt hat, dann ist sie wahr, auch wenn ich sie nicht verstehe.” Denn die Zeugen für die Wahrheit seiner Worte sind alle Zeugen für sein Prophetentum.
Das Erstaunen über den Inhalt der von ihm ausgesprochenen Formeln
Die Tatsache, dass ein besonderer Mensch, der aus der Höhle von Hira herauskommt und Formeln vorträgt, die der Menschheit die Glückseligkeit in beiden Welten bringen werden und der wunderbare Inhalt der Formeln, die er vorträgt, sind der beste Beweis dafür, dass dieses Werk nicht von ihm stammt. Bevor er die Höhle betrat, wusste jeder, ob Freund oder Feind, dass er Analphabet war. Er hatte nicht einmal die Thora oder die Bibel in die Hand genommen. Aber nachdem er aus der Höhle von Hira herausgekommen war, sollte er eine ganze Menschheit zur Glückseligkeit führen; er sollte das Volk, in dem er sich befand, seine Gläubigen, in einen vollkommenen Zustand versetzen, an dem sich die Menschheit bis zum Jüngsten Tag ein Beispiel nehmen sollte. Und was für ein Volk: Einst waren sie stolz darauf, ihre Kinder lebendig zu begraben; sie waren so sehr in ein Meer von Alkohol getaucht, dass sie nicht mehr wussten, ob es Alkohol oder Blut war, das durch ihre Adern floss. So blind betrunken waren sie. Diese Menschen nahm er vor sich und erhob sie auf solch eine Stufe, dass selbst Sonnen neidisch wären (mit Allahs Willen).
Diejenigen, die ihn einen Lügner nannten
Diejenigen, die ihn einen Lügner nannten, mussten zugeben, dass sie von einem Mann getäuscht worden waren, dessen Wahrhaftigkeit sie 40 Jahre lang bezeugt hatten. Dabei ist das unmöglich. Das was ein Mensch bis zu seinem 40. Lebensjahr ist, ist er auch nach seinem 40. Lebensjahr.
Lassen Sie mich dies an einem Beispiel erläutern: Stellen Sie sich einen Schäfer vor, der sich 40 Jahre lang als Arzt ausgibt, ohne dass ihn jemand versteht. Nehmen wir an, er täuscht ein paar Leute. Aber wie ist es denn möglich, dass er Millionen von Menschen über Tausende von Jahren täuscht?
Stellen Sie sich einen Menschen vor, der der größte Lügner der Welt ist, aber es schafft, sein ganzes Leben lang als der wahrhaftigste aller Menschen zu erscheinen und nicht einmal seine engsten Vertrauten würden das erkennen. Das ist unmöglich.
Seine Feinde haben nicht geleugnet, was er getan hat. Aber sie nannten es Magie. Das zeigt, dass es die Dinge gibt, die zustande kamen. Sie sahen die Spaltung des Mondes am Himmel, aber sie nannten es Zauberei.
Sie konnten nicht leugnen, was er ihnen brachte. Dass sie angesichts seiner (sav) Aufforderung “Los, findet etwas, dass der kürzesten Sure entspricht, und ruft euch all eure Helfer herbei” nicht in der Lage waren, etwas zu erfinden, was der kürzesten Sure entsprach, dass sie intellektuell bankrott gingen und dann zum Schwert griffen, ist einer der stärksten Beweise für sein Prophetentum. Können Sie sich vorstellen, dass ein Mann einen Kampf gegen seinen Rivalen aufnimmt, den er mit ein paar Worten zum Schweigen bringen könnte und das auf eine Art und Weise, die sein Leben gefährden würde? Dabei waren diese Menschen in der Poesie und in der Beredsamkeit (der Kunst, mit wenigen Worten viel zu sagen) besonders fortgeschritten. Tausende von Menschen konnten mit den Worten eines Dichters in den Krieg ziehen und mit den Worten eines anderen Dichters Frieden schließen. Diese Leute, die in der Literatur so überlegen waren, hatten die Möglichkeit ein oder zwei Worte gegen den Koran zu sagen und ihn zu besiegen, aber sie schafften es nicht, also griffen sie zu härteren Mitteln und setzten ihr Leben und ihren Besitz aufs Spiel.
Sogar seine Feinde erkannten seine Tugend
Ein weiterer Beweis ist die Tatsache, dass Menschen, die zunächst seine Feinde waren, bereit waren, für seine Sache zu sterben, nachdem sie sich ihm angeschlossen hatten. Unter diesen Feinden gab es solche, die so konditioniert waren, dass sie sagten: “Wenn jeder auf der Welt an ihn glauben würde, würde ich immer noch nicht an ihn glauben”, aber sie wurden von der spirituellen Sonne der Menschheit, dem Propheten Muhammad, zum schmelzen gebracht. Später gingen diese Menschen bereitwillig für die Sache, die er brachte, in den Tod.
Sie verboten den Menschen, den Koran zu lesen, aber Abu Jahl, Abu Sufyan und Ahnes bin Schurayk, die zu den Führern der Polytheisten gehörten und versuchten, die Menschen vom Propheten fernzuhalten, konnten selbst nicht anders, als ihm heimlich zuzuhören. Was war es? Was zog die Menschen zu ihm? Die Menschen, die zu ihm kamen, waren bereit, ohne mit der Wimper zu zucken, ihr Leben für das zu opfern, was sie hörten. Und selbst wenn man ihnen alle möglichen Qualen zufügte, würden sie sich nicht von dem abwenden, was sie hörten. Was haben diese Leute gehört?
Diese und andere unbeantwortete Fragen versammelten sie fast jede Nacht um das Haus des Propheten. Bis zum Morgengrauen lauschten sie den Koranrezitationen unseres Meisters. Zuerst wussten sie nichts voneinander, und als sie sich sahen, fingen sie an, sich gegenseitig zu verurteilen und gingen mit dem Versprechen, nie wieder hierher zu kommen. Vielleicht wollten sie nicht hingehen, aber sie konnten ihre Neugier nicht zügeln. Am nächsten Tag waren sie alle wieder da, und als sie sich sahen, waren sie wütend. Sie sagten: “Wir versuchen, die Leute fernzuhalten, aber wir kommen selbst, wir sagen den anderen, sie sollen sich fernhalten und wir hören nicht auf das, was er uns sagt, aber wir kommen wieder, obwohl wir es uns gegenseitig versprochen haben, wir werden in eine schwierige Lage kommen, wenn die anderen davon erfahren, wir kommen von jetzt an bestimmt nicht mehr”, und sie gingen, aber das war noch nicht das Ende. Am nächsten Tag kamen sie wieder. Diesmal einigten sie sich mit einem festen Versprechen, sodass in den nächsten Tagen niemand mehr kam und ging.