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42. Wer bedarf des Gottesdienstes?


Allah schenkt uns viele Dinge auf dieser Welt, ohne dass wir einen Preis dafür zahlen müssen. Menschen, die diese Wirklichkeit nicht erkennen, ziehen daraus Schlüsse, die der Schöpfung und dem Schöpfer Allahs widersprechen.So werden oft Fragen gestellt wie, „Warum sollen wir Gottesdienste erfüllen, wenn Gott diese doch gar nicht braucht?“.
Viele, die solch eine Frage stellen, würden die Antwort auf die Frage finden, wenn sie die Schaffung genauer betrachten würden. Die Sonne bspw.: Sie gibt dem Menschen Licht, jedoch erwartet und braucht sie nichts im Gegenzug. Die Erdkugel trägt den Menschen „auf ihrem Rücken“. Hat sie jedoch Erwartungen an den Menschen?
Oder ein ganz einfacher Zitronenbaum, der viele Zitronen mit Vitamin C trägt, obwohl er dieses selbst gar nicht benötigt. Auch er erwartet und braucht nichts für seine Leistung. Solche Beispiele ließen sich unendlich fortführen.
Wenn also Geschöpfe, die dem Menschen unterlegen sind, keine Erwartungen an den Menschen haben, können wir uns erst recht nicht vorstellen, dass Allah, der alles auf dieser Welt erschaffen hat, unseren Gottesdienst braucht. Eine derartige Frage hat daher keine Bedeutsamkeit.
Würde ein Arzt mit all seiner Barmherzigkeit arme Menschen behandeln, ohne dafür Geld zu erwarten, dann würde sich keiner die Frage stellen, warum dieser Arzt dies tut. Diese Frage wäre sehr unsinnig.
Ein Patient, welcher von seinem Arzt ein Medikament bekommen hat, würde sich auch nicht folgende Frage stellen: „Warum hat der Arzt es nötig, dass ich dieses Medikament nehme?“.
So wie Allah uns diese Welt mit all seiner Anmut also zu den Diensten stehen lässt, so möchte Er auch, dass wir zum Gottesdienst stehen, damit wir das unendliche Glück und Wohl erreichen. Er hat uns auf dieser Welt auf eine Prüfung geschickt und hat uns den Propheten (s.a.v.) und den Koran als Wegweiser gegeben.
Wenn wir in dieser Prüfung auf das Gebet, das Fasten, die Zakat und alle anderen Befehle und Verbote Allahs Acht geben, dann werden wir im Jenseits für eine unendliche Zeit für diese Gottesdienste belohnt werden.
Wenn wir ins Jenseits kommen, ohne diesen Geboten Folge zu leisten und das Leben wie ein Kind, welches ohne Sinne wie bspw. dem Hörsinn auf die Welt gekommen ist, leben, so werden wir im Jenseits kein Recht auf den Gebrauch von den schönen und unendlichen Dingen haben.
Hinzu kommt, dass der Verstoß gegen den Befehl Allahs eine schlechte Tat ist. Verstöße gegen die Regeln Allahs führen also dazu, dass der Mensch viele Sünden mit in das Jenseits nimmt. Solch eine Reise hat jedoch nur ein Ende in der Hölle.

Der Gottesdienst unseres Propheten (s.a.v.) und seine Art des Koran Lesens und Hörens

Der Prophet hat sich dem Gottesdienst mit all seiner Liebe hingegeben. Das Beten hat er als das Wichtigste und Schönste überhaupt empfunden.
Die Pflichtgebete vollzog er in der Moschee, wobei er die freiwilligen Gebete zu Hause betete.
Am Anfang der Nacht betete er das letzte Pflichtgebet und ging schlafen. Nach einiger Zeit wachte er auf, um das freiwillige Nachtgebet zu vollziehen. Anschließend ging er erneut für eine kurze Zeit schlafen.
Zum Morgengebet wachte er dann pünktlich auf. An den Tagen, an denen er aufgrund seiner Hilfe zu seinen Mitmenschen erschöpft war, betete er das freiwillige Nachtgebet im Sitzen. Er (s.a.v.) dankte Allah stets. Unser Prophet fastete neben dem Fasten im Ramadan auch an weiteren Tagen anderer Monate.
Die Umra hat er sehr oft vollzogen und einmal hat er den Hadsch besucht. Seinen Gefährten hat er immer erklärt, dass der beste Gottesdienst der ist, der kontinuierlich abgeleistet wird. So ist es besser, wenn wenig Freiwilliges getan wird und dass diese andauernd ausgeführt werden, als dass viele freiwillige Gottesdienste vollzogen werden, welche jedoch nicht im täglichen Leben gefestigt werden.
Der Prophet (s.a.v.) forderte, dass seine Gefährten den Gottesdienst auf die Art und Weise vollziehen, wie Er. So hat Er erklärt, dass keiner mehr tun soll, als er. Denn Er (s.a.v.) war einer aus dem Volk und repräsentierte das, was ein Individuum im Lichte des Islam zu beachten hat.
Während der Prophet den Koran las, konnte ihm sehr gut gefolgt werden und alle Wörter wurden von ihm deutlich ausgesprochen. Seine Stimme war sehr schön. Er hat den Koran nie schreiend vorgetragen. Er hatte eine ruhige Stimme, mit der Er viele beeindruckte.
Der Prophet hat auch gerne zugehört, während andere den Koran vortrugen. An einem Tag wollte er, dass Abdullah b. Mes’ud den Koran vortrug. So erklärte er, dass er es sehr mochte, den Koran von anderen Menschen vorgetragen zu bekommen.

Geri Bildirim

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