Die Verbreitung des Islams machte die Götzendiener nervös. Sie versuchten mit allen Mitteln, die Muslime von ihrem neuen Glauben abzubringen, aber vergeblich. Auch gelang es ihnen nicht, zu verhindern, dass noch mehr Menschen zum Islam eingeladen wurden. Also beschlossen sie, Ebu Talib, das Oberhaupt der Familie der Heschim, darum zu bitten, seinen Neffen zur Vernunft zu bringen. Sie suchten ihn auf und trugen ihm ihr Anliegen vor. Ebu Talib hörte ihnen zu und versuchte, sie zu besänftigen. Als die Götzendiener anschließend sahen, dass sich an der Situation nichts änderte und der Prophet seine Bemühungen fortsetzte, suchten sie Ebu Talib ein zweites Mal auf und sagten zu ihm: „Ebu Talib, du besitzt große Autorität. Deshalb hatten wir dich gebeten, deinem Neffen Einhalt zu gebieten. Doch du hast nichts unternommen. Wir können nicht akzeptieren, dass man unsere Väter verachtet und unsere Götter verspottet. Entweder du hältst ihn auf, oder wir werden euch gnadenlos bekämpfen. Sollte dein Neffe einlenken, werden wir ihm jeden Wunsch erfüllen. Wenn er nach Reichtümern trachtet, werden wir sie ihm geben. Und wenn es ihn nach einem Thron verlangt, werden wir ihm die Königswürde verleihen. Ganz egal, was es ist, er soll es bekommen. Doch scharf ihm ein, dass er nicht länger für seinen Glauben werben darf!”
Daraufhin ging Ebu Talib zum Propheten und übermittelte ihm ihre Worte zusammen mit der Bitte: „Mein lieber Neffe, schütze dich und mich. Halse mir keine Lasten auf, die ich nicht tragen kann.” Ebu Talibs Worte verletzten den Propheten. Tränen stiegen ihm in die Augen. Er sah seinen Onkel an und sagte zu ihm: „Mein lieber Onkel, selbst wenn sie mir die Sonne in die rechte und den Mond in die linke Hand legen würden, würde ich nicht aufhören, die Wahrheit über den Einen Gott zu verkünden. Entweder wird Gott diese Religion überall auf der Welt verbreiten, oder ich werde auf diesem Weg mein Leben hingeben.”
Enttäuscht erhob er sich und wandte sich zum Gehen, als sein Onkel ihn zurückrief: „Mein lieber Neffe, mach nur weiter wie bisher. “Bei Gott, ich werde dich niemals im Stich lassen oder jemandem ausliefern.”
Der ehrwürdige Prophet Noah und die Sintflut
Viele, viele Jahre vergingen von Adam bis zum Propheten Noah. Eine Zeit lang lebten viele gute Menschen in seinem Volk. Nach dem Tod dieser Menschen machten ihre Freunde und Bewunderer Statuen von ihnen, um sich an sie zu erinnern. Schließlich begannen die Kinder dieser Leute, die Statuen anzubeten. So begann ihr Götzenkult. Als Satan sie dazu brachte, den wahren Gott zu vergessen, wurden die Menschen hartherzig und verhielten sich unanständig. Deshalb sandte Gott den Propheten Noah, einen intelligenten und geduldigen Mann, um seinem Volk Recht und Unrecht zu lehren. Er war ein hervorragender Redner. Noah erklärte ihnen, dass jedes Lebewesen zwischen Himmel und Erde sich ausschließlich vor Gott und vor nichts anderem verneigen sollte. Eine Zeit lang hörten sie ihm zu, doch später sagten sie, er würde lügen. Nur die Schwachen, Armen und gewöhnlichen Menschen glaubten ihm. Seine Botschaft der Barmherzigkeit tat ihnen gut.
Was jedoch die Herrscher, Reichen, Starken und Mächtigen betrifft, sie sagten zu ihm: „Wir sehen in dir nichts anderes als einen Sterblichen, wie wir selbst es sind.“ Noah versicherte ihnen, dass er nichts von ihnen verlangte, weder Reichtum noch Anerkennung. Neunhundertfünfzig Jahre lang rief er die Menschen zum Glauben an den Einen Gott auf. Doch es gab nur wenige, die an ihn glaubten. Diejenigen, die nicht glaubten, blieben stolz, arrogant und unfreundlich.
Eines Tages betete Noah zu Gott, dass diese Menschen vernichtet werden sollten: „Mein Herr, lass nicht einen einzigen von den Ungläubigen auf der Erde zurück, die dort wohnen! Wenn Du sie dort lässt, werden sie Deine Diener irreleiten, und sie werden nichts weiter als schamlose, zügellose und undankbare Ungläubige sein.“ Gott erhörte sein Gebet und befahl ihm, eine große Arche, ein riesiges Holzschiff, zu bauen. Noah suchte einen abgelegenen Platz außerhalb der Stadt, weit weg vom Meer. Er besorgte so viel Holz und Werkzeuge, wie er benötigte, und machte sich an die Arbeit. Tag und Nacht arbeiteten er und seine Gefolgschaft an der Arche. Dies wiederum machte die Menschen neugierig, und sie kamen, um zu sehen, was er außerhalb der Stadt tat. Als sie ihn sahen, lachten sie ihn aus und verspotteten ihn: „Bist du verrückt, ein Schiff so weit entfernt vom Meer zu bauen? Schämst du dich nicht?“, fragten sie ihn.
Gelassen antwortete Noah: „Und ihr werdet schon bald sehen, über wen eine Strafe kommen wird, die ihn in Schande stürzt, und auf wen eine bleibende Strafe niedergehen wird.“ Schließlich hatte Noah das Schiff fertiggestellt und wartete geduldig auf Gottes Befehl. Dann kam der Tag, an dem das Wasser sich über die ganze Erde ergoss. Das war der Beginn der Sintflut. Sofort öffnete Noah die Türen des Schiffs und rief alle Gläubigen auf, einzusteigen. Außerdem nahm er von allen Tieren jeweils ein männliches und ein weibliches mit. Als die Menschen sahen, wie er diese Geschöpfe auf das Schiff brachte, fingen sie an, laut zu lachen. „Was wird er wohl mit all diesen Tieren machen?“, fragten sie sich.
Da die Frau und der Sohn Noahs nicht an ihn glaubten, wollten sie ihm auch nicht auf das Schiff folgen. Als es dann zu regnen begann, sah Noah seinen Sohn und rief ihn an Bord: „Steige mit uns ein, mein Sohn, und bleibe nicht bei den Ungläubigen!“ Sein Sohn antwortete: „Ich werde auf einen Berg steigen, der mir Schutz vor dem Wasser bieten wird!“ Daraufhin sagte Noah: „Heute gibt es keinen Schutz vor Gottes Entscheidung außer für den, dem Er Erbarmen gewährt.“ Doch es war zu spät. Der junge Mann folgte dem Ratschlag seines Vaters nicht und ertrank mit den anderen. Daraufhin fragte der Prophet Noah seinen Schöpfer, warum sein Sohn nicht verschont wurde. Der Schöpfer des Himmels und der Erde antwortete, dass Noahs Sohn nicht zu den Menschen gehörte, die aufrichtig und anständig waren. Dann bat Noah Gott um Vergebung für seine Frage, da Gott genau weiß, was Er tut.
Es regnete in Strömen. Niemand hatte je zuvor so einen starken Regen erlebt. Alle Seen und Flüsse schwollen an und liefen über. Alle Flüsse ergossen sich ins Meer, und der Meeresspiegel stieg an. Täler, Hügel und Berge, Dörfer und Städte – alles versank unter den aufbrausenden Wogen des Wassers. Als die Erde gereinigt war von allen bösen Menschen, befahl Gott dem Regen und dem Wasser, aufzuhören. Nun sank der Meeresspiegel wieder, und die Arche kam auf dem Berg Dschudi zum Liegen. Auf der Erde kehrten Frieden und Ruhe ein. Daraufhin ließ Noah die Tiere frei, damit sie sich wieder auf der Erde vermehrten. Nachdem die Gläubigen das Schiff verlassen hatten, warf sich Noah voller Dankbarkeit vor dem allmächtigen Gott nieder. Als sein Tod näher kam, erinnerte er seine Kinder daran, dass es keinen anderen Gott außer dem Einen Gott gibt. Das sollten Sie niemals vergessen. Er warnte seine Gefolgschaft ebenfalls davor, niemals etwas anderes als den Einen und Einzigen Schöpfer der Himmel und der Erde anzubeten oder hochmütig zu sein.
Der Prophet Josef
Eines Tages, als er noch ein kleiner Junge war, sagte Josef zu seinem Vater: „O mein Vater! Ich habe im Traum elf Sterne gesehen sowie die Sonne und den Mond. Ich habe gesehen, wie sie sich vor mir niederwarfen.“ Der Prophet Jakob aber warnte ihn: „O mein Sohn! Erzähle deinen Traum nicht deinen Brüdern, damit sie nicht aus Neid einen heimtückischen Plan gegen dich aushecken. Denn Satan ist den Menschen ein offenkundiger Feind.“
Josef und sein Bruder Benjamin waren sehr respektvolle und freundliche Kinder; beide hatten dieselbe Mutter. Aufgrund ihrer guten Manieren und ihrer Liebe zu Gott brachte ihr Vater ihnen mehr Zuneigung entgegen als ihren älteren Brüdern, die von einer anderen Frau stammten. Dies führte jedoch dazu, dass seine anderen Söhne eifersüchtig auf Josef waren und ihn loswerden wollten. Einer von ihnen schlug vor: „Werft ihn in die Tiefe des Brunnens, damit eine Karawane ihn herausholen und mitnehmen kann.“ Alle waren damit einverstanden, und so gingen sie zum Vater und fragten, ob sie Josef zum Spielen mitnehmen dürften. Widerwillig erlaubte er es ihnen. Benjamin, der Jüngste, blieb jedoch zu Hause.
Am nächsten Morgen verließen die älteren Jungen zusammen mit Josef das Haus. Sie zwangen ihn, sein Hemd auszuziehen, ergriffen ihn plötzlich und warfen ihn in einen Brunnen. Josef weinte und flehte sie an, ihn wieder herauszuholen, doch seine Brüder gingen einfach fort und ließen ihn verängstigt in der Grube zurück. Sie verschmutzten sein Hemd mit falschem Blut und rannten weinend zu ihrem Vater. Sie sagten: „O unser Vater! Wir sind miteinander um die Wette gelaufen und haben Josef bei unseren Sachen zurückgelassen. Da hat ihn der Wolf verschlungen. Schau her, hier ist sein Hemd, das wir blutverschmiert gefunden haben. Doch Josef konnten wir leider nicht finden!“
Tief in seinem Herzen spürte der Prophet Jakob, dass sie logen, und brach in Tränen aus: „O nein, eure Seelen haben euch dazu verleitet, etwas Schlechtes zu tun. Deshalb ist die angemessene Reaktion für mich Geduld. Gott ist es, dessen Hilfe am meisten gesucht wird gegen das, was ihr beschrieben habt.“
Währenddessen wartete Josef am Boden des Brunnens. Er betete zu Gott, da er wusste, dass er auf die Probe gestellt wurde. Da offenbarte ihm Gott, dass er in Sicherheit sei und keine Angst haben solle. So ergab er sich gänzlich dem Willen seines Herrn.
Bald darauf kam eine Karawane von Händlern zum Brunnen. Als ihr Wasserträger seinen Eimer hinunterließ, ergriff Josef tief unten den Eimer und zog mit aller Kraft am Seil. Die Händler halfen ihm heraus und nahmen ihn mit, um ihn als Sklaven zu verkaufen. Sie brachten Josef nach Ägypten, weit weg von seiner geliebten Heimat Kanaan. Auf dem Sklavenmarkt wurde er vom obersten Minister des Landes gekauft. Dieser sagte zu seiner Frau: „Gib ihm eine angemessene Unterkunft. Vielleicht erweist er sich als nützlich für uns oder wir nehmen ihn als Sohn an.“
Der Prophet fand sich in einer reichen und luxuriösen Villa wieder, und sein Besitzer erwies sich als angenehmer Mensch. Während er im Haus des Ministers aufwuchs, spiegelte sich die Reinheit seines Herzens immer stärker in seinem Gesicht und seiner ganzen Erscheinung wider. Er entwickelte sich zu einem außergewöhnlich gutaussehenden jungen Mann. Zudem verlieh ihm Gott Wissen und die Prophetenschaft in vollem Umfang.
Die außergewöhnliche Schönheit und Persönlichkeit Josefs entgingen nicht der Frau des Ministers, und sie verliebte sich in ihn. Eines Tages konnte sie ihre Gefühle nicht mehr kontrollieren und bat Josef, bei ihr zu bleiben. Der Prophet war schockiert und aus Furcht vor Gottes Strafe rannte er zur Tür, um ihr zu entkommen. Sie lief ihm nach und versuchte, ihn aufzuhalten. Dabei griff sie nach seinem Hemd von hinten und riss es. Josef konnte sich gerade noch aus der Tür werfen, als ihr Mann und ein Verwandter plötzlich auftauchten. Entsetzt sahen sie die seltsame Szene, die sich vor ihren Augen abspielte. Als sie sahen, dass das Hemd am Rücken zerrissen war, deuteten sie dies als ein klares Indiz dafür, dass die Frau schuldig sein musste. Der Minister war wütend, die Frau selbst verlegen und beschämt. Er forderte sie auf, sich bei Josef um Verzeihung zu bitten. So entschuldigte sie sich bei ihm, und ihr Mann und Josef vergaben ihr. Dennoch verbreiteten sich die Gerüchte in der Stadt wie ein Lauffeuer.
Die Frau des Ministers war darüber sehr unglücklich und schmiedete einen Plan. Sie lud all ihre Freundinnen zu einer Feier ein und wies ihre Dienerinnen an, jeder Frau eine Frucht und ein Messer zu bringen. Dann rief sie Josef herbei. Als die Frauen ihn sahen, schnappten sie vor Erstaunen nach Luft und starrten ihn an. „Kein Mann kann so schön sein wie er“, staunten sie. „Vielleicht ist er sogar ein edler Engel.“ Während sie ihn verblüfft betrachteten, schnitten sie sich in die Hände, ohne es zu bemerken. Die Frau des Ministers stand auf und sagte: „Ich leugne nicht, dass ich versucht habe, diesen Mann zu verführen. Ihr selbst wart nach ihm verrückt. Wenn er jedoch weiterhin meinen Befehlen widersteht, soll er sicher ins Gefängnis geworfen werden!“
Der Prophet Josef wies sie erneut ab und betete zu Gott, vor dieser Sünde bewahrt zu bleiben. Kurze Zeit später wurde er ins Gefängnis geworfen.
İman
7. Beweise für die Existenz Gottes: Propheten
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