„Im Namen Gottes, des Erbarmers, des Barmherzigen! Gott hat von den Gläubigen ihr Nafs und ihren Besitz erkauft, denn der Paradiesgarten soll ihnen zuteilwerden“ (Et-Tewbe 9:111).
Möchtest du verstehen, welch gewinnbringender Handel es ist und welchen ehrenvollen Rang man sich erwirbt, wenn man sein Nafs und sein Besitz an den Wahren Erhabenen verkauft und zu Seinem Diener und Soldaten wird, dann vernimm das folgende Gleichnis:
Die bildliche Darstellung von den zwei Personen und ihren Landgütern:
Einst vertraute ein König zweien seiner Untertanen treuhänderisch je ein Landgut mit einer Fabrik, einer Maschine, Pferden, Waffen und weiteren Ausrüstungsgegenständen an. Da jedoch ein stürmischer Krieg herrschte, blieb nichts, wie es war. Entweder veränderte es sich oder wurde zerstört. In seiner vollkommenen Barmherzigkeit schickte der König seinen ehrwürdigsten Boten zu den beiden Soldaten, um ihnen per Verordnung Folgendes mitzuteilen:
„Verkauft mir das Gut, das ihr treuhänderisch verwaltet; ich werde es für euch in Verwahrung nehmen. Lasst es nicht unnötig der Zerstörung anheimfallen! Wenn der Krieg beendet ist, werde ich es sogar in einem besseren Zustand zurückgeben.
Zudem werde ich euch einen so hohen Preis für das Gut bezahlen, als wäre es euer eigenes Eigentum.
Ihr seid machtlos und arm. Ihr seid nicht in der Lage, die Kosten der anstehenden Arbeiten zu tragen. Lasst mich deshalb alle Ausgaben einschließlich der Materialkosten übernehmen. Ich werde euch alle Einnahmen und Gewinne überlassen.
Des Weiteren garantiere ich, euch all dies bis zum Ende eurer Militärdienstzeit zur Verfügung zu stellen.
Wenn ihr mir das Gut jedoch nicht verkauft:
Ihr seht ja selbst, dass niemand in der Lage ist, das zu bewahren, was er in den Händen hat. Auch ihr würdet das Gut verlieren.
All die feinen und kostbaren Werkzeuge und Vermessungsgeräte würden ihren Wert verlieren, da sie nicht mehr in den königlichen Minen eingesetzt und wertvolle Erze nicht mehr verarbeitet würden .
Zudem würdet ihr euch mit der Verwaltung und Instandhaltung in große Schwierigkeiten bringen.
Ja, ihr müsstet auch die Verantwortung für den Missbrauch eures euch geliehenen Gutes übernehmen.
Nachdem sie dieses großzügige Angebot und das königliche Dekret vernommen hatten, sagte der Vernünftigere der beiden: „Gerne! Ich fühle mich sehr geehrt und werde selbstverständlich verkaufen. Ich übermittle dem König meinen tausendfachen Dank.“ Der andere hingegen, arrogant und selbstsüchtig, sagte, als ob er für immer auf diesem Gut bleiben würde, ohne die Gefahren und Herausforderungen dieser Welt zu berücksichtigen: Nein, nein! Wer ist schon der König? Ich werde mein Eigentum nicht verkaufen und mir meine Laune nicht verderben lassen!“
Kurze Zeit später genoss der Erstere einen so hohen Rang, dass ihn jeder um seine Position beneidete. Er erfreute sich der königlichen Gunst und lebte glücklich in seinem privaten Palast. Der Zweite hingegen hatte sich in eine solch missliche Lage manövriert, dass jeder Mitleid mit ihm hatte, aber auch er sagte: „Er hat es nicht anders verdient.“ Durch seinen vorsätzlichen Fehler verlor er sein Glück und damit seinen Besitz, sodass er fortan unter Strafen und Qualen litt.
Von dem Sinnbild zur Wahrheit
Der König ist der Herrscher, der über der Zeit steht der Ewige und Anfangslose, dein Herr und dein Schöpfer. Die Landgüter, die Maschine und Werkzeuge sind die Besitztümer, die du in deinem Leben dein Eigen nennst – dein Körper, dein Geist und dein Herz zählen ebenso dazu wie deine äußeren und inneren Wahrnehmungsorgane wie die Augen, die Zunge, der Verstand sowie die Vorstellungskraft. Der Adjutant in der Allegorie ist der ehrwürdige Gesandte Gottes. Und das weise Dekret ist der weise Koran, welcher den in diesem Vers erörterten großen Handel deklariert: Gott hat von den Gläubigen ihr Leben und ihren Besitz für das Paradies erkauft (Et-Tewbe 9:111).
Das turbulente Kampfgebiet steht für die stürmische Welt, die sich ununterbrochen bewegt, ständig verändert, auflöst und vergeht und so den Menschenverstand herausfordert, indem sie ihn zum Nachdenken über folgende Frage anregt: „Alles wird unseren Händen entgleiten, untergehen und zusammenbrechen. Gibt es denn keine Möglichkeit, die Dinge in etwas Beständiges umzuwandeln? “Wie können wir sie verewigen?”
Und während der Mensch noch nachsinnt, hört er plötzlich die himmlische Stimme des Korans, die ihm sagt: „Gewiss! Es gibt einen wunderschönen und angenehmen Weg, der einen fünfstufigen Gewinn bietet.“
Frage: Was ist das für ein Weg?
Antwort: Der Weg sieht vor, das geliehene Gut seinem wahren Eigentümer zu verkaufen. Auf diese Weise lässt sich ein fünffacher Gewinn erzielen:
Gewinn: Vergänglicher Besitz wird zu einem immerwährenden Besitz.
Gewinn: Für das geliehene Gut wird das ewige Paradies als Preis angeboten.
Gewinn: Der Wert eines jeden Gliedmaßes und jedes Wahrnehmungsvermögens wird um ein Tausendfaches erhöht:
Der Verstand
Die Augen
Der Geschmackssinn (Zunge)
Gewinn: Der Mensch ist schwach und zahlreichen Plagen ausgesetzt. Er ist arm, seine Bedürfnisse gehen ins Unermessliche. Wenn er sich nicht auf den Allmächtigen, den Majestätischen Einen verlässt, sein Vertrauen in Ihn setzt und sich Ihm voller Zuversicht hingibt, wird sein Gewissen niemals Ruhe finden.
Gewinn: Spirituelle Entdecker des Herzens sind sich einig, dass dir in Zeiten höchster Bedürftigkeit die Lobpreisungen und Gottesdienste sowie der verdiente Lohn all deiner Wahrnehmungsorgane angerechnet und in Form von Früchten des Paradieses ausgehändigt werden.
Wenn du jedoch diese Transaktion mit ihrem fünffachen Gewinn ablehnst, wird dir nicht nur der Genuss dieses Gewinns entgehen, sondern obendrein wirst du auch noch einen fünffachen Schaden erleiden müssen:
Schaden: Dein Besitz und deine Nachkommen, die du so sehr liebst, dein Nefs und deine Launen, die du so verehrst, die Jugend und das Leben, in das du so verliebt bist – sie alle werden verschwinden und du wirst sie verlieren. Sie werden dir ihre Sünden und Schmerzen überlassen und sich an deinem Nacken heften.
Schaden: Du wirst die Konsequenzen für den Missbrauch des anvertrauten Guts tragen müssen, denn du hast die unschätzbaren Werkzeuge für absolut wertlose Dinge verwendet und dein Nefs ungerecht behandelt.
Schaden: Durch die Herabwürdigung aller kostbaren Fähigkeiten des Menschen auf ein Niveau weit unter dem der Tiere hast du die Weisheit Gottes verleumdet und gegen sie verstoßen.
Schaden: In deiner Hilflosigkeit und Armseligkeit wirst du die schwere Bürde des Lebens auf deine schwachen Schultern laden müssen und unter den Stürmen der Vergänglichkeit und Trennung unaufhörlich ächzend trauern.
Schaden: Du wirst die wertvollen Geschenke des Barmherzigen wie den Verstand, das Herz, die Augen oder die Zunge, die dir verliehen wurden, damit du die Fundamente des ewigen Lebens legst und Vorbereitungen für die Glückseligkeit im Jenseits triffst, in hässliche Wesen verwandeln, die dir nur die Tore der Hölle öffnen.
Nun denken wir also sorgfältig nach, ob wir das geliehene Gut nicht doch lieber verkaufen möchten! Warum gelingt das denn so wenigen Menschen? Ist es wirklich so schwer, es zu verkaufen? Überhaupt nicht! Es ist gar nicht schwer. Denn die Grenzen des Erlaubten (halāl) sind weit gesteckt und reichen aus, um das menschliche Bedürfnis nach Vergnügen zu befriedigen. Es gibt keinen Grund, die Grenzen des Verbotenen (harām) zu überschreiten.
Die uns von Gott auferlegten Kernaufgaben (farāʾiz) sind leicht und gering an Zahl. Zudem ist es eine unbeschreiblich große Ehre und ein Genuss, Diener und Soldat Gottes zu sein. Der Auftrag des Menschen besteht darin, alles im Namen Gottes zu beginnen und auszuführen, alles im Namen Gottes zu nehmen und zu geben sowie in Übereinstimmung mit Seinen erlaubten Grenzen zu handeln und Ruhe zu finden – wie ein loyal ergebener Soldat.
16. Die Pflichten & Verantwortungen eines Gläubigen
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