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21. Wie sollen wir die Übermittlung der Botschaft Gottes verstehen?


Die Übermittlung der göttlichen Botschaft ist das dritte Attribut der Propheten, dem wir uns nun widmen werden. Man kann es auch die Übermittlung der Wahrheit des Islams oder das Gebieten des Guten und das Verbieten des Bösen (emr bil-maruf nehy ‘ani’l-munkar) nennen.
Die Übermittlung der Botschaft Gottes ist das Ziel der Existenz eines jeden Propheten. Ohne dies wäre es absurd und zwecklos, Propheten zu entsenden. Durch die Propheten erfahren wir Gottes Güte und Seine großzügige Gnade, und Sein Erbarmen und Seine Barmherzigkeit manifestieren sich im Leben der Propheten. Dies widerzuspiegeln geschieht durch die Übermittlung der Botschaft Gottes.
DREI GRUNDPRINZIPIEN BEI DER ÜBERMITTLUNG DER BOTSCHAFT GOTTES
Das Ganzheitsprinzip (Erklärung): (Verstand, Vernunft, Herz, Seele)
Keine Gegenleistung erwarten
Den Ausgang Gott überlassen
LEIDENSCHAFT BEI DER ÜBERMITTLUNG DER BOTSCHAFT GOTTES
Der Gesandte Gottes nahm sich der Übermittlung der Botschaft Gottes mit großer Leidenschaft an. Er wollte, dass es keinen einzigen Menschen mehr gibt, dem das Recht und die Wahrheit nicht erläutert wurde. Aus diesem Grund war er emsig damit beschäftigt, auf angemessene Art und Weise die Botschaft Gottes jedem, dem er begegnete, zu übermitteln. Hier die letzten Minuten im Leben seines Onkels, die er an dessen Sterbebett verbrachte:
SEINE EINLADUNG AN ABU TALIB
Abu Talib hatte den Gesandten Gottes mehr als 40 Jahre lang beschützt. Er stellte sich den Götzendienern von Mekka erstmals wie eine unüberwindbare Mauer entgegen, als der Prophet seine Gesandtschaft verkündete. Ohne ihn vorher zu überwinden, würde man dem Gesandten Gottes nichts anhaben können.
Abu Talib lag auf dem Sterbebett und war dabei, seinen letzten Atem auszuhauchen. Er stellte sich dem Gesandten Gottes zuliebe aller Unbill mutig entgegen, trotzte dem Alter, der Mittellosigkeit und zudem auch noch einem dreijährigen Embargo. Der Gesandte Gottes besuchte ihn bei jeder Gelegenheit und drängte ihn, „La ilahe illallah” zu sagen: „Sprich dies aus und ich werde am jüngsten Tag Fürbitte für dich einlegen.” Zu jener Zeit jedoch verhinderten Menschen finsterer Seele aus seinem Umfeld, dass er sich auf den rechten Weg des Islams begab. Seine letzten Worte waren: „Auf die Religion Abdulmuttalibs!” Der Gesandte Gottes konnte seine Tränen nicht mehr zurückhalten und weinte bitterlich: „Ich werde Fürbitte für dich einlegen, solange man mich nicht daran hindert.” Der Vers, der daraufhin offenbart wurde, untersagte ihm jedoch den Schmerz in seiner Brust. Er würde für Abu Talib keine Fürbitte einlegen können, denn der Vers besagt: „Es steht dem Propheten und denen, die gläubig sind, nicht zu, Gott um Vergebung zu bitten für jene, die Gott Teilhaber zur Seite stellen, selbst wenn es nahe Verwandte sein sollten, nachdem ihnen klar geworden ist, dass sie (als Götzenanbeter gestorben sind und deshalb) zur lodernden Flamme verdammt sind.”
Abu Bakr war derjenige, der am besten um den starken Wunsch des Gesandten Gottes wusste, dass sein Onkel Abu Talib auf den rechten Weg gelangen möge. Bei der Eroberung Mekkas führte Abu Bakr seinen betagten Vater Abu Kuhafa zum Gesandten Gottes. Als dieser betagte Mann, dessen Augenlicht erloschen war, seinen Glauben bekannte, zog sich Abu Bakr in eine Ecke zurück und brach in Tränen aus. Auf die Frage des Gesandten Gottes, weshalb er weine, antwortete sein Gefährte: „O Gesandter Gottes, ich wünschte mir sehr, dass mein Vater auf den rechten Weg gelangt, und nun hat Gott der Erhabene ihm den Zugang zu diesem Weg gewährt. Allerdings wünschte ich mir noch mehr, dass dein Onkel Abu Talib den rechten Weg des Islams finde, denn das ist auch dein innigster Wunsch. Aber es wurde ihm nicht gewährt. Daran erinnerte ich mich und weinte daher.”
Die Benachrichtigungsmethoden der Propheten (zu verteilende Texte in der Bearbeitungsphase)
Adam (a.s): Er ist der erste Mensch und Prophet, der den Befehl gibt, das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verbieten… und dieser Weg ist nicht nur einmal geöffnet und dann geschlossen worden. Der Prophet Adam (a.s) widmete sein Leben dieser Sache und ermahnte seine Kinder stets, das Gute zu tun und das Schlechte zu meiden. Die Auswirkungen und Nachwirkungen seiner Stimme dauerten eine gewisse Zeit nach seinem Tod an, und als diese nachließen, ernannte Allah, der Allmächtige, einige der angesehenen Söhne Adams zu Propheten.
Prophet Noah: Er sagte: “Ich verkünde euch, was mein Herr euch herabgesandt hat, und ich berate euch, und ich weiß (durch Offenbarung von Allah), was ihr nicht wisst” (Sure al-Arâf, 7/62). Mit anderen Worten: Wer auf mich hört, mir gehorcht und in mein Boot steigt, wird gerettet. Diese Rettung wird sowohl physisch als auch geistig sein. Das Boot auf dem Wasser wird eure Körper retten. Wenn ihr euch mit euren Herzen mir verbindet und auf das hört, was ich sage, werdet ihr vor den schrecklichen Wellen des weltlichen und ewigen Lebens bewahrt bleiben und Erlösung finden. Andernfalls werdet ihr sowohl materiell als auch geistig verzehrt werden… Prophet Noah (a.s) gab diesen Rat fast tausend Jahre lang unermüdlich.
Prophet Ibrahim (a.s), der Vater der Propheten: Als er geschickt wurde, herrschte in der Welt der Menschheit eine solche Atmosphäre; Er wandelte unter den Menschen mit dem belebenden Ruf zum Gebieten des Guten und zum Verbieten des Bösen; wo immer er drei oder fünf Menschen sah, ging er zu ihnen und verkündete die Wahrheit. Diejenigen, die ihm zuhörten und auf seine Worte hörten, erreichten im Namen der menschlichen Vollkommenheit die Gipfel und begannen, auf den Höhen der Menschlichkeit zu wandeln.
Prophet Moses (a.s): Er erschien im Nildelta Ägyptens zu einer Zeit, die von solchen Umbrüchen geprägt war. Wie die Propheten vor ihm wurde er mit der Aufgabe des Gebietens des Guten und Verbietens des Bösen betraut und musste gegen ein etwas widerspenstiges Volk kämpfen. Er übernahm diese erhabene Aufgabe und bemühte sich, sie bei der Hand zu nehmen und zu veredeln. Bis zu einem gewissen Grad war er erfolgreich. Obwohl seine Gegner ein Volk waren, das kaum zu lenken war, war der Prophet Moses (a.s) durch seine Anstrengungen und Kämpfe Tag und Nacht Zeuge vieler wundersamer Dinge, während er noch lebte.
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