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10. Die Barmherzigkeit Unseres Propheten


Die Barmherzigkeit und das Mitgefühl des Gesandten Gottes stellen weitere Dimensionen seiner prophetischen Weisheit dar. Es gibt kein besseres Mittel, um Menschenmassen für sich zu gewinnen, als Mitgefühl, Güte, Herzlichkeit und Aufrichtigkeit.
Der Gesandte Gottes war für Gläubige, Verleugner und Menschen, die nur dem Schein nach gläubig sind, gleichermaßen der Inbegriff der Barmherzigkeit, und jeder profitierte davon. Was die Gläubigen betrifft:
„Der Prophet hat ein größeres Anrecht auf die Gläubigen, als sie es auf sich selbst haben“ {Sure El-Ahzab, 33:6} und sagt: „Der Gesandte Gottes ist den Gläubigen teurer, als deren eigenes Leben.“
Aber in Wirklichkeit drücken beide Aussagen denselben Gedanken aus: Wir lieben ihn mehr als uns selbst; und der Gesandte Gottes liebt diejenigen, die ihn derart lieben, in gleichem Maße. Schließlich ist er der größte Menschenfreund. Diese Art der Liebe basiert auf Überlegung und Vernunft. Auch wenn sie eine emotionale Seite hat, kommt es mehr auf die Dimension der Gotteserkenntnis und die Tiefe der Vernunft an. In der Tat steht uns der Gesandte Gottes näher als unser eigenes Selbst, denn oft fügen wir uns selbst Leid zu. Er hingegen ist stets großzügig, gütig, barmherzig, liebevoll und uns zugeneigt. Er verkörpert die Barmherzigkeit Gottes. Daher steht er uns näher als wir uns selbst. Der Gesandte Gottes erweist sich sowohl im Diesseits als auch im Jenseits als eine Gnade für die Gläubigen, denen er nähersteht, als sie sich selbst. Dieser Aspekt seiner Barmherzigkeit wird bis in alle Ewigkeit fortdauern.
Er ist auch eine Gnade für Menschen, die nur dem Schein nach gläubig sind. Aufgrund seiner tiefen Barmherzigkeit mussten sie auf Erden keine Pein erdulden. Sie besuchten die Moschee, bewegten sich unter Muslimen und profitierten von allen Rechten, die Muslimen zustehen. Der Gesandte Gottes stellte sie nicht bloß, obwohl er um ihre wahre Gesinnung wusste. Dennoch stellte sie der Islam nicht bloß. Sie zählten weiterhin zu den Gläubigen, und ihre klare Verleugnung wurde zumindest in Zweifel und Zaudern umgewandelt, sodass die Freuden dieser Welt nicht vollkommen verloren gingen. Denn ein Mensch, der daran glaubt, von hier fortzugehen, kann keine irdischen Freuden genießen. Wenn sich die Verleugnung jedoch in Zweifel verwandelt und man darüber nachdenkt, ob es nicht vielleicht doch ein Jüngstes Gericht gibt, erscheint einem das Leben aller Wahrscheinlichkeit nach nicht vollkommen bitter. Daher kann man sagen, dass sich die Barmherzigkeit des Gesandten Gottes in gewissem Maße sogar auf Menschen erstreckte, die nur dem Schein nach gläubig sind.
Auch die Gottesleugner profitierten von der Barmherzigkeit des Gesandten Gottes. Früher vernichtete der wahre Gott ganze Völker und Nationen aufgrund ihrer Leugnung und ihres Aufstands. Der Gesandte Gottes hingegen hob die Strafe vollständiger Vernichtung auf, als er zum Propheten berufen wurde, und bewahrte die Menschen vor solch einem Unheil. Dies ist eine große Gnade für die Gottesleugner auf Erden.
Ein anderer Aspekt der Barmherzigkeit des Gesandten Gottes, der auch den Gottesleugnern zugutekommt, kommt in folgenden Worten des Gesandten Gottes zum Ausdruck:
„Ich wurde als Gnade gesandt und nicht als jemand, der verflucht.“
Ich bin als Ausdruck der Barmherzigkeit Gottes gekommen. Ich bin nicht gesandt worden, um verfluchend und Unglück bringend über die Menschen zu kommen. Aus diesem Grund wünschte der Gesandte Gottes auch den erbittertsten Feinden des Islams stets die Rechtleitung Gottes und opferte sich für sie auf.
Efendimiz, Ahlakı ve Kulluğu

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