Heute hat die wissenschaftliche Entwicklung bewiesen, dass es keine Entwicklung in der biologischen Struktur von Menschen, Tieren und Pflanzen gibt. Das Leben hat sich nicht, wie die Evolutionisten behaupten, aus einem einfachen Organismus entwickelt. Der wichtigste Beweis dafür ist, dass sich die Überreste von Pflanzen und Tieren, die vor Millionen von Jahren lebten, nicht von heutigen Lebewesen unterscheiden. Das heißt, keine der von den Evolutionisten behaupteten Zwischenzeiten hat es jemals gegeben. In diesem Fall ist alles, von der Sonne bis zum Glühwürmchen, vom Getreidekorn bis zur Zypresse, und von dort bis zum Menschen, dem vollkommenen aller Wesen, auf einmal entstanden. Genauer gesagt, ist sie mit dem Befehl “sei” entstanden.
Wenn wir die Welt betrachten, dann leben alle Lebewesen innerhalb dieses perfekten Systems weiter. Auch der Mensch. Denn wenn der Mensch auf die Welt kommt, findet er Luft, Wasser und Lebensmittel, die für sein Leben notwendig sind, bereits vor. Die höchste Macht, die ihn in diese Welt geschickt hat, hat ihn großzügig mit allem versorgt, was er zum Leben braucht. Sollte nicht der Mensch, das einzige Wesen mit freiem Willen, für all diese Wohltaten dankbar sein? Wenn es auf der Erde nur das Bild einer Weintraube gäbe, aber nicht die Weintraube selbst, könnten wir dann als gesamte Menschheit unsere Kräfte, Fähigkeiten und unseren Reichtum bündeln, um eine echte Weintraube zu erhalten?
Allah hat alle Segnungen ohne Gegenleistung gegeben und gibt sie auch weiterhin. Was will er als Gegenleistung?
Er könnte zum Beispiel für einen Sack Weizen tausend Rak’ah Gebet anordnen, und die Menschen würden diese Anordnung zwangsweise erfüllen, um nicht zu verhungern. In Zeiten der Dürre gehen wir auf die Berge und Felder und beten; aber, wenn jeder Tropfen Wasser eine Rak’ah Gebet wert wäre, was könnten wir anderes tun, als Millionen von Rak’ah zu verrichten? Könnte man nicht eine Flasche Wasser an einen verdurstenden Menschen in der Wüste für einen Sack Gold verkaufen? Welches unserer Gebete könnte all die Segnungen bezahlen, die uns geschenkt wurden und geschenkt werden? Deshalb sollte der Mensch den Besitzer dieser unendlichen Gnade richtig verehren, damit er sowohl das wahre Wesen der vergänglichen Gaben als auch das Paradies als Ort ewiger Geborgenheit verdienen kann.
Wie viel Euro sind wir wert?
Laut den Untersuchungen eines Chemikers ist der materielle Wert eines menschlichen Körpers so gering, dass er nahezu unter dem Wert des Wassers liegt. Der menschliche Körper enthält ausreichend Öl zur Herstellung von sieben Stück Seife, genug Eisen zur Anfertigung eines mittelgroßen Nagels, genug Zucker, um eine Kaffeetasse zu füllen, genug Kalk, um einen Hühnerstall zu streichen, genug Phosphor zum Entzünden von 2000 Streichhölzer sowie genügend Kalium zur Herstellung von Schießpulver, das ausreichen würde, um eine kleine Kanone abzufeuern.
Der Mensch, der nicht einmal ein einziges Organ seines Körpers gegen die Welt eintauscht, obwohl sie in Bezug auf die Materie so billig ist, sollte diesen Wert, der ihm gegeben wurde, zu schätzen wissen und seine Pflichten des Dienens gegenüber dem Einen erfüllen, der ihn zum Sultan aller Geschöpfe gemacht hat. Andernfalls besteht der tatsächliche Wert aus ein paar Kilo Fleisch, ein paar Litern Blut und einem Haufen Knochen, die zum Verrotten verurteilt sind.
Sie sagen “Mein Herz ist rein”
Manche Menschen verstehen unter Reinheit des Herzens etwas sehr Einfaches, wie z.B. keine bösen Gedanken über andere zu haben oder hilfsbereit zu sein. Sie glauben, dass sie von der Verpflichtung zur Anbetung Allahs befreit sind, wenn sie gut zu anderen Menschen sind. Dies ist ein Trick des Satans, ein Trick des Nafs. Einer der Gründe für die Täuschung derjenigen, die auf diesen Trick hereinfallen, ist, dass sie ihre Augen vor dem Grundsatz “Schlechte Dinge sind kein Vorbild” verschließen. Sie finden einige Punkte im täglichen Leben eines betenden Gläubigen, die dem Geist des Islam widersprechen und anderen Menschen schaden.
Sie bringen diese Punkte in den Vordergrund und sagen: “Dieser Mann betet, aber er begeht diese Fehler, ich begehe nicht die gleichen Fehler wie er”, und sie versuchen, in seinen Fehlern eine Entschuldigung für ihre eigene mangelnde Anbetung zu finden. Solche Fehleinschätzungen gelten nicht nur für diejenigen, die nicht beten. Ein Gläubiger, der betet, kann auch ähnliche Dinge über einen
Muslim sagen, der die anderen Gebote des Islam besser erfüllt als er.
Ein Hadith von unserem Propheten (sav): “Wenn eine Sünde begangen wird, erscheint ein schwarzer Fleck auf dem Herzen. Wenn der Besitzer bereut und um Vergebung bittet, leuchtet das Herz wieder…”
Aus diesem Hadith lernen wir, dass ein wirklich reines Herz nur jenes sein kann, das frei von Sünden ist und nicht durch Undankbarkeit verdunkelt wird.
Warum ignoriert die Menschheit die Tatsache, dass es eine Respektlosigkeit gegen Allah ist, wenn man nicht betet, obwohl man dazu aufgefordert wurde?
Die Verpflichtungen (Fardh) sind nicht auslegungsfähig. Niemand hat das Recht, sie falsch zu interpretieren und die Wahrheit zu verdrehen. Allah (c.c.) hat es befohlen, und der Gesandte Allahs (Friede sei mit ihm) hat die Gläubigen gelehrt, wie sie diese Befehle ein Leben lang zu erfüllen haben.
Die Murschiden, die in dieser Zeit aufwuchsen, legten neben den Pflichtgebeten großen Wert auf die Nafile-Gottesdienste. Überall waren Moscheen, Masjids, Madrasas und Derwisch-Hütten. Und dann kam die Endzeit. Die Ära des Versinkens in der Welt, der Distanzierung von der Religion, ist gekommen. Die Ibadah wurden aufgegeben, das Wissen wurde in Vergessenheit geraten, das Gefühl der Frömmigkeit in den Herzen hat abgenommen. In dieser giftigen Ära ist eine neue Gruppe entstanden: Die Gruppe der „Herzensreinen“. Sie begannen, einen Weg zu gehen, der im Gegensatz zu allen Propheten (a.s), allen Gelehrten und allen Gläubigen der vierzehn Jahrhunderte stand. Die Mitglieder dieser Gruppe haben die Tür der Reue für sich selbst verschlossen, weil sie nicht mehr in der Lage waren, ihre Undankbarkeit zu sehen und diese anfingen zu verteidigen. Ihre Antwort auf ihre Glaubensbrüder, die sie zur Anbetung Allahs aufriefen, lautete stets: “Schau in mein Herz, mein Herz ist rein”.