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17. Die Gefährten


Die Gefährten des Propheten (s.a.w.) Als Gefährten des Propheten Mohammed (s.a.w.) zählt derjenige, der den Propheten als Muslim getroffen, an ihn geglaubt, mindestens einmal an einem seiner Gesprächskreise teilgenommen hat und als Muslim gestorben ist. Auch der Gesandte Allahs (s.a.w.) sprach in höchsten Tönen von seinen Gefährten und zeigte, wie Muslime sich ihnen gegenüber verhalten sollten. Er gab uns den folgenden Ratschlag über die Gefährten:
“Meine Gefährten sind wie die Sterne. Wen auch immer du folgst, so wirst du Rechtleitung finden.” (Hadith)
„Erweist meinen Gefährten gegenüber Ehre. Denn sie sind die Besten unter euch.” (Al-Munawi, Kaschf al-Minhadsch, Hadith 4851)
Rasulullah (s.a.w.) sorgte sich sehr um seine Gefährten und sprach: „Fürchtet euch vor Allah in Bezug auf meine Gefährten. Nehmt sie nicht zur Zielscheibe nach mir. Derjenige, der sie liebt, liebt sie mit der Liebe zu mir, und derjenige, der sie hasst, hasst sie mit dem Hass gegenüber mir. Wer sie quält, quält mich. Und wer mich quält, quält Allah. Und wer Allah quält, den ereilt (seine Strafe).” (Tirmithi, Hadith 4236)
“Meine Gefährten sind wie die Sterne. Wen auch immer du folgst, so wirst du Rechtleitung finden.”
Abdullah Ibn Mas`ud, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Die besten in meiner Ummah (Gemeinschaft) sind diejenigen in der folgenden Epoche. Dann diejenigen, die nach ihnen folgen, dann diejenigen, die nach ihnen folgen. Danach werden Menschen kommen, deren Zeugnisse ihren Eiden zuvorkommen, und deren Eide ihren Zeugnissen zuvorkommen.” [Sahih Muslim, Hadithnr. 4599/Kapitel 44]
Die drei Kategorien unter den Gefährten: Die Gelehrten haben die Gefährten des Propheten in drei Kategorien unterteilt:
Die Muhadschir (Auswanderer): Muhadschir sind diejenigen Gefährten, die ihr Hab und Gut, ihre Verwandten und Partner im unerschütterlichen Glauben an den Gesandten Allahs und an das, was er ihnen verkündet hat, hinter sich gelassen haben und zuerst nach Abessinien und dann nach Medina ausgewandert sind, um ihren Glauben frei leben zu können.
Die Ansar (Helfer): Es sind die Muslime in oder nahe der Stadt Medina, die versprochen haben, unserem Propheten und den Muhadschirs jede Art von Hilfe und Unterstützung zu leisten.
Und dann gibt es noch diejenigen, die nach der Einnahme der Stadt Mekka in Mekka oder anderswo Muslime wurden.
Definition von Tābi‘ūn: Nachfolger; die Generation nach den Gefährten des Propheten Muhammad – Friede sei mit ihm.
B. Die Erwähnung der Gefährten im Koran
Aufgabe: Die SchülerInnen sollen in Zweiergruppen die Versen mit den Kommentaren von Ali Ünal (Fußnoten) durchlesen und anschließend über die folgenden zwei Fragen diskutieren:
Welchen Stellenwert haben die Gefährten im Koran?
Was sollen wir aus den Versen mitnehmen?
In einer gemeinsamen Gesprächsrunde werden die Gruppenantworten vorgestellt und diskutiert.
„Die Ersten und Vordersten (die den Islam annehmen und die anderen an Tugend übertreffen) unter den Auswanderern und den Helfern und jenen, die ihnen in Ergebenheit und dem Verrichten guter Taten nacheifern, wobei sie sich bewusst sind, dass Gott sie sieht – Gott hat Wohlgefallen an ihnen, und sie sind wohl zufrieden mit Ihm, und Er hat für sie Gärten bereitet, die von Strömen durchflossen sind; dort sollen sie ewig verweilen. Das ist die höchste
Glückseligkeit. (At-Tauba, 9:100)
“Gott fand fürwahr Wohlgefallen an den Gläubigen, als sie dir unter dem Baum den Treueschwur leisteten. Er wusste, was in ihren Herzen war (an aufrichtiger Absicht und Treue zur Sache Gottes), und sandte deshalb (die Gabe des) inneren Friedens und der Ruhe auf sie hernieder und belohnte sie mit einem nahen Sieg, Und reichlich Kriegsbeute, die sie machen würden. Und Gott ist ruhmreich, von unwiderstehlicher Macht, weise.“ (Al-Fath, 48:18/19)
„Und so (o Gemeinde Muhammads! Während andere sich in verschiedene Richtungen wenden und indem sie vom rechten Pfad abirren und zwischen Extremen im Denken und Glauben straucheln,) haben Wir euch zu einer Gemeinde in der Mitte gemacht, damit ihr Zeugen sein mögt für die Menschen (hinsichtlich der Wege, denen sie folgen) und der (edelste der ) Gesandte Zeuge sei für euch. […]“ (Bakara, 2:143)
Dieser Vers hebt die besonderen Vorzüge der Gefährten des Propheten Muhammad hervor. Muslimische Gelehrte sind sich einig, dass die Gefährten die verdienstvollsten Menschen nach den Propheten sind. Ein wichtiger Punkt ist, dass im Koran für die Beschreibung der Gärten, in die die Gläubigen eintreten werden, normalerweise die Präposition “min” verwendet wird, um einen Teil des Ganzen zu kennzeichnen. In diesem Vers wird jedoch “min” nicht verwendet. Das bedeutet, dass die Gärten der Gefährten überall von Strömen durchzogen sind, was auf eine noch größere Fülle an Gnadenerweisen und Wohltaten hinweist.
Der Text handelt vom Treueeid, den zwischen 1.400 und 1.500 Gläubige dem Propheten Muhammad in Hudaibiya leisteten. Zuvor war Uthman ibn al-Affan als Unterhändler nach Mekka geschickt worden, um die Anliegen der Muslime vorzutragen. Als Gerüchte aufkamen, dass er getötet worden sei, versammelte der Prophet die Gläubigen um sich, und sie schworen, ihn mit ihrem Leben zu verteidigen. Die Muslime waren nach Mekka gekommen, um die Kaaba zu besuchen und die kleine Pilgerfahrt zu vollziehen. Überrascht von der harschen Reaktion der Mekkaner, scharten sie sich um den Propheten mit dem festen Willen, Gottes Sache zu dienen und Sein Wohlgefallen zu erlangen. Gott belohnte ihre Reinheit und Aufrichtigkeit mit einem Sieg in naher Zukunft: der Eroberung von Al-Khaybar, die ihnen reichlich Kriegsbeute einbrachte. „Und setzt euch mit aller Kraft für Gottes Sache ein, einzig und allein Ihm zuliebe (gegen Seine Feinde, um Sein Wort hochzuhalten, und gegen Satan und eure eigenen, dem Irdischen zugeneigten, Böses gebietenden Seelen), auf eine Weise, wie es diesem Streben angemessen ist. Er hat euch auserwählt (insbesondere für diese Aufgabe ) und euch in der Religion nichts Schweres auferlegt. Das ist das Bekenntnis eures Vaters Abraham. Gott hat euch bereist vordem Muslim genannt , geradeso wie in diesem Buch, damit der (edelste aller) Gesandten Zeuge für euch sein möge (was das Bekenntnis anbelangt, dem ihr folgt) und damit ihr Zeugen sein möget für die Menschen. Darum verrichtet das Gebe entsprechend seinen Vorschriften, entrichtet die vorgeschriebene reinigende Abgabe für Bedürftige, und haltet an Gott fest. Er ist euer Eigner und Beschützer. Was für ein vorzüglicher Beschützer und Eigner ist Er, was für ein hervorragender Helfer.” (Hac, 22:78)
Maududi erläutert, dass die Gläubigen fürdie in dem Vers beschriebene Aufgabe auserwählt wurden. Dies wird auch in anderen Koranversen wie 2:143 und 3:110 betont, wo die muslimische Gemeinschaft als vorbildlich und als beste Gemeinschaft bezeichnet wird, die das Rechte fördert und das Unrecht verwehrt, weil sie an Gott glaubt. Vers 22:78 ist einer von mehreren Versen, die die Vorzüglichkeit der Gefährten des Propheten loben und ihre Kritiker tadeln. Maududi hebt hervor, dass die Gefährten als von Gott Auserwählte beschrieben werden, was auch eine indirekte Anerkennung für andere Mitglieder der muslimischen Gemeinschaft bedeutet.
Der Islam steht der Entwicklung von Kultur und Zivilisation nicht im Wege, solange diese mit Gottes Zustimmung vereinbar sind. Er beschneidet weder das Alltagsleben der Menschen noch behindert er ihren geistigen Fortschritt. Anders als frühere Religionen legt er den Menschen keine von Theologen, Priestern und Juristen geschmiedeten Ketten an. Seine Glaubensprinzipien sind klar und deutlich, und seine Anweisungen für Gebet und Leben sind bedeutungsvoll und praktisch anwendbar. Für diejenigen, die diesen Anweisungen aus berechtigten Gründen nicht folgen können, gibt es Ausnahmeregelungen. Der Islam verzichtet auf komplizierte Rituale und Systeme, die das tägliche Leben mit überflüssigen Tabus belasten würden.
In den Versen 2:127-128 wird beschrieben, wie Abraham und Ismael die Grundmauern des Hauses (Kaaba) errichteten und Gott um die Annahme ihrer Arbeit baten. Sie beteten darum, dass Gott sie zu Muslimen mache, also zu Menschen, die Ihm ergeben sind. In den Versen 2:132-133 wird dargestellt, wie Abraham seinen Söhnen Ismael und Isaak sowie seinem Enkel Jakob die Ergebung an Gott als religiöses Erbe hinterließ. Er betonte, dass Gott die Religion des Islam für sie erwählt habe, eine Religion der reinen Hingabe ohne Beigesellung. Jakob stellte sicher, dass seine Söhne dies ebenfalls verstanden und befolgten, indem er sie auf dem Sterbebett fragte, wem sie nach seinem Tod dienen würden. Sie antworteten, dass sie dem einzigen Gott, dem Gott von Abraham, Ismael und Isaak, dienen würden und Ihm ergeben seien.
Sahabe ve Sahabe Sevgisi

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