1- Der Sunnah des Propheten (saw) zu folgen und unser Leben an seinen Lebensstil anzupassen.
2- Unsere Religion ausleben und den Menschen verkünden
3- Gutes gebieten und Böses verbieten
4- Die Charaktereigenschaften unseres Propheten aneignen und schlechte Moral und Verhaltensweisen vermeiden.
5- Respekt und Ehrerbietung gegenüber unserem Propheten
6- Unserem Propheten immer Segen und Grüße aussenden.
Wenn wir Allah näherkommen wollen, müssen wir zuerst unserem Propheten näherkommen. Bevor dies nicht geschieht, können wir Allah (swt) nicht erreichen.
Im Koran wird in der Sure Al-i Imran im Vers 31 gesagt: „Sprich: Wenn ihr Gott liebt, dann folgt mir, so wird Gott euch lieben und euch eure Sünden vergeben. Und Gott ist voller Vergebung und Barmherzigkeit.“
“Dies sind die Schranken Allahs; und denjenigen, der Allah und Seinem Gesandten gehorcht, führt Er in Gärten ein, durch die Bäche fließen; darin sollen sie ewig weilen; und das ist die große Glückseligkeit.” (Sure Nisa; Vers 13)
Die Wahrhaftigkeit unseres Propheten und seine Vertrauenswürdigkeit
Vertrauen bedeutet, sich auf jemanden oder etwas zu verlassen und selbst Mut, Tapferkeit, Sicherheit und Selbstvertrauen zu besitzen. Vertrauenswürdig zu sein bedeutet, zuversichtlich zu sein, Zuversicht zu geben und zu wecken, Vertrauen zu versichern.
Das Prophetentum bewegt sich auf der Bahn der Rechtschaffenheit. Alles, was aus dem Mund eines Propheten kommt, ist bezeugt. Denn sie machen keine unwahren Angaben. Während der Koran von der Wichtigkeit und Größe der Propheten berichtet, werden diese Eigenschaften genannt: „Und erwähne in diesem Buch Ismael. Er blieb wahrlich seinem Versprechen treu und war ein Gesandter, ein Prophet. (Sure Maryam; Vers 54)“
So wahrhaftig, wie unser Prophet (Friede und Segen sei mit ihm) war, empfahl er auch seiner Ummah immer die Wahrhaftigkeit.
“Wenn ihr mir in diesen sechs Angelegenheiten euer Versprechen gibt, dann verspreche ich euch das Paradies:
1- Spricht immer nur die Wahrheit
2- Steht hinter euren Versprechungen
3- Wenn euch etwas anvertraut wird, dann passt gut darauf auf
4- Schützt eure Schamgegend
5- Schützt eure Augen vor Verbotenem (Haram)
6- Schützt eure Hände vor Verbotenem.”
In einem anderen Hadith sagt unser Prophet folgendes: “Wahrhaftigkeit führt zu Rechtschaffenheit, und Rechtschaffenheit führt ins Paradies. Ein Mann hält daran fest, die Wahrheit zu sprechen, bis er ein Wahrhaftiger wird. Falschheit führt zu Verderben und schlimmen Taten, und Verdorbenheit führt ins (Höllen-) Feuer; und ein Mann kann daran festhalten, Lügen zu sprechen, bis er bei Gott als Lügner eingetragen wird.”
Nur die wahrhaftigen Menschen werden errettet.
Selbst wenn ein rechtschaffener Mensch stirbt, stirbt er einmal; Jede Lüge jedoch ist wie ein separater Tod, für den Lügner.
In der Zeit der Jahiliyya nannte man ihn „El-Emin“
Die Bewohner Mekkas nannten unseren Propheten mit seinem Spitznamen El-Emin – Der Vertrauenswürdige. Denn er wurde mit dieser Eigenschaft bekannt. Viele kannten ihn deswegen unter dem Namen „Emin“.
Nachdem die Kaaba restauriert wurde, stellte sich die Frage, was mit dem Hacer’ul Eswed geschieht. Welcher Stamm sollte die ehrenvolle Aufgabe haben, diesen Stein an seine Position zu bringen? Dies entwickelte sich zu einem großen Problem. Natürlich wollte jeder diese Aufgabe übernehmen. Es ging so weit, dass gestritten wurde. Dann aber einigte man sich auf Folgendes:
Sie werden denjenigen entscheiden lassen und demjenigen gehorchen, der als nächstes die Kaaba betritt. Dann wartete jeder neugierig nur noch darauf, bis jemand die Kaaba betrat… Unser geliebter Prophet wusste nicht, was im Vorfeld geschehen war. Als dann von der Ferne ersichtlich wurde, dass unser Prophet (Friede und Segen sei mit ihm) die Kaaba betrat, sprang jeder sofort auf und sie riefen: „El-Emin kommt, El-Emin kommt…“. Jeder war sich sofort klar, dass man seiner Entscheidung bedingungslose Folge leisten konnte. Denn jeder in Mekka konnte ihm Vertrauen. Auch bevor unser Prophet mit dem Prophetentum beauftragt wurde, war er ein sehr vertrauenswürdiger Mensch und trug schon alle Eigenschaften eines Propheten in sich.
Die Ungläubigen vertrauten dem Propheten (saw) so sehr, dass sie ihm ihre wichtigsten Dinge anvertrauten, obwohl sie Feinde waren. Und unser Prophet war eine so vertrauenswürdige Person, dass er diese Dinge auf die beste Art und Weise aufbewahrte, auch wenn es Ungläubige waren. Sogar kurz vor der Auswanderung unseres Propheten, gab der Erzengel Gabriel unserem Propheten Bescheid, dass sein Haus umzingelt wurde und die Ungläubigen die Absicht hatten, ihn umzubringen. Unser Prophet könnte theoretisch alle ihm von den Ungläubigen anvertrauten Gegenstände mit in die Auswanderung nehmen. Er aber sah es als richtig, diese Gegenstände seinem Neffen Ali anzuvertrauen und befahl ihm, alles an die Besitzer auszuhändigen. Denn er war Muhammed´ul Emin.
Die Vertrauenswürdigkeit unseres Propheten
Unser Prophet Muhammad (saw) hatte nicht einmal in seinem Leben gelogen. Er war wahrhaftig und vertrauensvoll. Und jeder akzeptierte ihn so. Man vertraute ihm so sehr, dass man sogar bei einer langen Reise seine eigene Frau und Familie unserem Propheten anvertrauen konnte. Und jeder wusste, dass seine Frau und seine Familien bei unserem Propheten in sicheren Händen waren. Und als die Leute überlegten, ihr Eigentum an jemanden zu übergeben, damit dieser darauf aufpasst, war auf jeden Fall klar, dass unser Prophet diese Person sein würde. Denn bei ihm war alles sicher.
Er war ein Mann der wahren Worte
Bis zu seinem 40. Lebensjahr hatte niemand weder gesehen noch gehört, dass unser Prophet Unwahres erzählte oder sein Wort nicht hielt. Ein Sahaba, der sich erst später zum Islam bekannte, sagte folgendes:
„In einer Zeit, bevor ich Muslim war, verabredeten wir uns mit unserem Propheten. Ich vergaß. Drei Tage später erst habe ich wieder daran gedacht und kam zurück an den Ort, an dem wir uns verabredet hatten. Und siehe da, ich traf ihn dort vor – auf mich wartend. Er sagte nur, als er mich sah: ‘Junger Mann! Was für eine Qual tust du mir doch an, seit drei Tagen warte ich nun schon hier auf dich.’“
Das Bezeugen Abu Sufyan‘s, dass Unser Prophet wahrhaftig ist
Der Gesandte Allahs schickte den Herrschern in der Umgebung Briefe. Einen dieser Briefe schickte er dem damaligen Herrscher des Römischen Reiches namens Heraklius. Heraklius las den Brief und rief Abu Sufyan zu sich, der sich zu dieser Zeit in Damaskus befand. Zwischen beiden fand folgendes Gespräch statt:
– Wer sind diejenigen, die ihm eher folgen, die Reichen oder die Armen?
– Die Armen.
– Ist jemand von denen, die an Ihn glaubten, jemals umgekehrt?
– Nein, bis jetzt noch nicht.
– Wird die Anhängerzahl immer größer oder kleiner?
– Sie werden jeden Tag größer und größer.
– Hast du ihn jemals lügen gehört?
– Nein, keiner von uns hat ihn je lügen gehört.
Und nach dem Lesen und Fragen des Briefes, sagte Herakl, der von den Antworten, die er von Abu Sufyan, dem unerbittlichen Feind der Muslime, erhielt, beeindruckt war:
“Dass eine Person, die sich so lange davor bewahrt hat, Menschen anzulügen nun vor Allah lügen soll, ist undenkbar.”
Gebe erst die Schafherde zurück
In Hayber findet eine Schlacht statt. Ein schwarzer Hirte, der in dieser Gegend für eine andere Person gegen Geld arbeitet, beschließt, Muslim zu werden. Er geht zum Gesandten Allahs und erklärt ihm, dass er den Islam annehmen möchte. Unser Prophet akzeptiert sein Vorhaben aber nicht sofort. Unser Prophet sagt: „Zuerst musst du die Schafherde seinem Besitzer zurückgeben. Dass du Muslim wirst und mit uns in die Schlacht ziehen willst, entbindet dich nicht von der Verantwortung der dir anvertrauten Tiere.” Der Hirte tut, was ihm gesagt wurde. Zuerst gibt er die Herde vollständig ihrem Besitzer zurück und läuft dann den Anforderungen der Religion nach, der er gerade beigetreten ist.
Die Bestätigung der Mekkaner
Die ersten Jahre der Prophetie waren die schwierigsten für unseren Propheten. Er verkündete die Religion und von je 100 Häusern, zu denen er ging, akzeptierte nur eines seine Verkündung. Eines Tages wird unser Prophet seine nahen Verwandten am Fuße eines Hügels in der Nähe von Mekka versammeln und seine Persönlichkeit und das Leben, das er zurückgelassen hat, als Beweis für die Wahrheit seines prophetischen Anspruchs zeigen. Er fragt seine Verwandten:
„Wenn ich sage, dass sich hinter diesem Hügel eine feindliche Armee befindet, die sich auf einen Überfall vorbereitet, würdet ihr mir glauben, ohne nach Beweisen zu fragen?“. Sie antworten alle mit „Ja“, weil niemand zuvor gesehen hat, dass unser Prophet gelogen hat. Sie schwören darauf, dass er „El-Emin“ ist. Dieselben Verwandten lehnen im weiteren Verlauf des Gesprächs aber seine Prophetie und seine Einladung ab, jedoch haben sie ihn längst bestätigt.
Wer betrügt, ist keiner von uns
Eines Tages ging unser Prophet in den Basar in Medina. Dann blieb er an einer Theke stehen und tauchte seine Hand in den Weizensack auf dem Tisch. Die sichtbaren Weizen auf dem Sack waren groß, hell und von guter Qualität. Aber als er tiefer in den Sack griff, fühlte er nasse und schlechtere Weizen. Er schaute den Thekenbesitzer an und fragte ihn, warum er dies so machte. Der Thekenbesitzer antwortete, dass er sonst keine Weizen verkaufen könne. Daraufhin antwortete unser Prophet: “Wer betrügt, ist keiner von uns.“ Unser Prophet befiehlt ihm sofort, auch die nassen Weizen sichtbar zu machen, damit die Käufer die Qualität der Weizen erkennen können.