Die zweite bemerkenswerte Eigenschaft der Propheten ist ihre Vertrauenswürdigkeit. Der arabische Ausdruck für Vertrauenswürdigkeit — “emane” — leitet sich von derselben Wurzel ab wie das Wort für Glaube — Iman. Ein Mumin ist ein Gläubiger, der anderen Vertrauen einflößt. Die Propheten waren nicht nur als Gläubige, als Mumin, auf dem Zenit, sondern auch in Bezug auf ihre Vertrauenswürdigkeit. Sie erweckten Vertrauen. Der Koran weist in einer Reihe von Versen auf diese Eigenschaft hin. Hier einige Beispiele dafür: Das Volk Noahs verwarf (Noah als Lügner und beabsichtigte damit) alle Gesandten (als Lügner zu verwerfen). (Gedenke der Zeit), als ihr Bruder Noah zu ihnen sagte (um sie dadurch rechtzeitig zu warnen): „Wollt ihr euch nicht vor Ungehorsam gegen Gott in Ehrfurcht vor Ihm hüten und Zuflucht unter Seinem Schutz suchen? “Ich bin wahrlich ein vertrauenswürdiger Gesandter für euch, darum hütet euch vor Ungehorsam gegen Gott in Ehrfurcht vor Ihm, und gehorcht mir.“ Noah sagt seinem Volk: „Weigert ihr euch immer noch, euch vor Ungehorsam zu hüten? Ich bin ein Gesandter, der Vertrauen einflößt, der vertrauenswürdig ist, der sich nicht dazu herablassen würde, treulos zu handeln.“ In diesem Vers wird mit den Worten eines Propheten genau diese Vertrauenswürdigkeit als herausragendes Merkmal der Propheten ausgedrückt. Ein weiteres Beispiel: „Die ‘Äd verwarfen (Hüd als Lügner und beabsichtigten damit) alle Gesandten (als Lügner zu verwerfen). (Gedenke der Zeit), als ihr Bruder Hud zu ihnen sagte (um sie dadurch rechtzeitig zu warnen): „Wollt ihr euch nicht vor Ungehorsam gegen Gott in Ehrfurcht vor Ihm hüten und Zuflucht unter Seinem Schutz suchen? Ich bin wahrlich ein vertrauenswürdiger Gesandter für euch.“ Man könnte noch viele weitere exemplarische Verse anführen, die sich mit dem Thema Vertrauenswürdigkeit befassen. Da wir jedoch nur eine Vorstellung vermitteln wollen, lassen wir es mit den hier zitierten Textstellen bewenden.
Die Vertrauenswürdigkeit Des Propheten Muhammed
Der Prophet Muhammed behandelte zuallererst die Botschaften, die er von Gott erhielt, vertrauenswürdig. Man kann sich unter keinen Umständen vorstellen, dass er sich diesem kostbaren, anvertrauten Gut gegenüber untreu verhalten würde. Des Weiteren war er gegenüber allen Geschöpfen vertrauenswürdig. Jeder vertraute ihm, denn er war es, der zuerst Vertrauen zeigte und Vertrauen einflößte. Er zeigte uns ferner, wie unerlässlich Sicherheit und Vertrauen sind, und überzeugte uns davon. Wenden wir uns dieser Thematik Punkt für Punkt zu:
A. Vertrauenswürdigkeit gegenüber seinem Auftrag als Gesandter
Gott der Erhabene wählte seinen Gesandten als einen Menschen aus, der das ihm Anvertraute mit Respekt behandeln würde, was er auch mit aller Hingabe und Begeisterung sein Leben lang tat. Er war daher eifrig darauf bedacht, kein einziges Wort zu verpassen, und um sie sich zu merken, wiederholte er ständig die Worte des Engels Gabriel, noch ehe dieser seine Rede beendet hatte. Er war hierbei so begierig, dass der Koran eines Tages über ihn sagen würde: „(Oh du Prophet!) Bewege nicht deine Zunge vorschnell (um ihn in deinem Herzen sicher festzuhalten). Es obliegt Uns, ihn (in deinem Herzen) zu sammeln, damit du imstande bist, ihn (auswendig) vorzutragen. Wenn Wir ihn also vortragen, dann folge seiner Lesung. Danach obliegt Uns tatsächlich seine Erläuterung.“ Der Koran wurde ihm als anvertrautes Gut übergeben. Er befürchtete, diesem heiligen Gut gegenüber nicht vertrauenswürdig genug zu sein und zitterte angesichts dieses Auftrages. Daher tröstete Gott der Erhabene ihn und versicherte ihm, für seine Vertrauenswürdigkeit gegenüber dem Anvertrauten Sorge zu tragen. Der Gesandte Gottes lebte sein Leben lang in dieser Anspannung und bemühte sich mehr als jeder andere, sich dem Anvertrauten gegenüber als vertrauenswürdig zu erweisen. Er spürte förmlich die ganze Last der Verantwortung, die auf seinen Schultern ruhte. Daher erhob er bei Sonnenuntergang erneut seine Stimme und verabschiedete sich im Bewusstsein seiner schweren Verantwortung und im Bewusstsein dessen, dass sich nun auch sein erhabenes Leben dem Ende zuneigt, auf dem „Abschieds-Hadj” von seiner Umma und seinen treuen Freunden mit den Worten: „In Kürze werden sie euch über mich befragen.“ Mit anderen Worten: Bevor sie euch fragen, frage ich euch: „Habe ich meinen Auftrag erfüllt?” Sofort erhoben alle dort Anwesenden in Eintracht ihre Stimme und Himmel und Erde erbebten beim Laut ihrer Antwort: „Ja, du hast deinen Auftrag gründlich und vollkommen ausgeführt!” Daraufhin erhob “Er’’ das Haupt der zwei Welten seine Hände und sagte: „Mein Gott, sei Zeuge.“
B. Vertrauenswürdigkeit gegenüber allem Existierenden
Der Gesandte Gottes war nicht nur seinem Auftrag als Prophet und hinsichtlich der Botschaften, die ihm sein Herr übermittelte, vertrauenswürdig, sondern diese tief verwurzelte Eigenschaft zeigt sich auch in seiner Haltung gegenüber allem Existierenden: Er war derart vertrauenswürdig, dass er sofort einschritt, als eine Frau ihrem Kind zurief: „Komm und sieh, was ich für dich habe“, und fragte: „Was wirst du dem Kind geben?“ Als die Frau antwortete: „Ich wollte ihm ein paar Datteln geben, o Gesandter Gottes“, verfügte er: „Wenn du ihm nichts geben würdest, hättest du gelogen.“ Der Gesandte Gottes war streng darauf bedacht, sich von Lügen fernzuhalten, da er sie für eines der drei Zeichen der Heuchler hielt. Die anderen beiden Eigenschaften sind nicht zu seinem Wort zu stehen und Verrat am Anvertrauten zu üben — alles Sünden und Abkehr vom wahren Glauben. Heuchelei lag dem Gesandten Gottes so fern wie Verrat am Anvertrauten. Die Vertrauenswürdigkeit des Gesandten Gottes beschränkte sich nicht nur auf Menschen, sondern umfasste alles Lebende. Als beispielsweise ein Gefährte so tat, als hätte er etwas zu fressen in der Hand, um sein Pferd dazu zu bewegen, zu ihm zu kommen, war der Gesandte Gottes so aufgebracht, dass er den Gefährten zu sich rief und ihn rügte. Er sagte, dass man auch Tieren gegenüber nicht davon ablassen solle, vertrauenswürdig zu sein. Ein anderes Mal kam er von einem Militäreinsatz zurück. Zwei Gefährten hatten Küken aus dem Nest eines Vogels entnommen und streichelten sie. Genau in diesem Moment kam die Vogelmutter, die ganz aufgeregt zu flattern begann, als sie ihre Küken nicht im Nest sah. Sie flog unentwegt hin und her. Als der Gesandte Gottes davon hörte, gebot er, die Küken umgehend wieder in das Nest zurückzulegen und der Vogelmutter keinen weiteren Schmerz zu bereiten. Es war, als ob er zum Ausdruck brachte, dass sich ein solches Verhalten für Menschen, die auf Erden die Repräsentanten der Vertrauenswürdigkeit sein sollten, nicht geziemt.
C. Er rief seine Umma zur Vertrauenswürdigkeit auf:
Der Sultan der Propheten bewahrte die göttlichen Botschaften sicher auf, und in dieser Atmosphäre des Vertrauens war Platz für alles Existierende. Er ermutigte seine Umma, den gleichen ethischen Prinzipien zu folgen, und riet ihnen, unter den Menschen als vertrauenswürdig zu leben. Bei ihm war nicht im Geringsten an Verrat zu denken und er ließ nicht zu, dass über einen Gläubigen auch nur schlecht geredet wurde. Sofort widersprach er seinem Gegenüber und ließ nicht zu, dass sich auch nur der Hauch übler Nachrede auf seinem Ruf niederließ. Auf den Ausruf der ehrwürdigen Aische „Wie lang doch der Rock dieser Frau ist!” reagierte der Gesandte Gottes wie folgt: „Du hast übel über sie geredet (ghiybe) und ihre Ehre verletzt.“ Auch einem anderen Gefährten, der schlecht über Mä’iz sprach, widersprach er auf ähnliche Weise. Er war stets bedacht darauf, vertrauenswürdig zu sein, und wusste, dass eine Atmosphäre des Vertrauens inneren Frieden schafft. Er betete zu Gott und ermutigte auch seine Umma: „Mein Gott, ich suche bei Dir Schutz vor Hunger; wie schrecklich ist er als Begleiter. Und ich suche bei Dir Schutz vor Verrat; wie schrecklich ist er als Vertrauter.“ So wichtig es ist, sich als vertrauenswürdig zu erweisen, so wichtig ist es auch, dem Verrat nicht nachzugeben; beide Eigenschaften bedingen einander. Eine erschütternde Aussage über diejenigen, die Bündnissen untreu sind und Verrat üben, stammt ebenfalls vom Gesandten Gottes: „Während des Jüngsten Tages werden alle Menschen versammelt, für jeden untreuen Menschen wird ein Banner gehisst und es wird gesagt: ‚Dieser hat jene Treulosigkeit begangen‘.“ Der Geist des Gesandten Gottes war gegenüber jeglichem Übel verschlossen und versiegelt. Selbst dem kleinsten Guten öffnete er sein Herz weit und lebte stets in einer Atmosphäre des Vertrauens. Die Menschheit vertraute ihm und verließen sich auf ihn. Was diejenigen betrifft, die sich von ihm abwandten: Sie wurden irregeführt und verloren sich auf ihrem Weg.
Güzel Ahlak
3. Vertrauenswürdigkeit
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