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49. Wir sollen unseren Propheten lieben und seinem Beispiel folgen


Um die Menschen auf dem Weg der Rechtleitung zu halten ihnen den rechten Lebensweg aufzuzeigen, entsandte Allah (s.w.t.) zu jeder Zeit und an jedem Ort einen Propheten. Diese göttliche Praxis endete, als der letzte Prophet Muhammad (Friede und Segen seien auf ihm) hinabgesandt wurde. All die Propheten, die vor ihm gesandt wurden, bereiteten den Weg für sein Kommen. Sie kündigten ihn als den letzten Gesandten an und wiesen auf seine Erscheinung hin. Es gehört zu den religiösen Pflichten, an den Propheten Muhammad (Friede und Segen seien auf ihm) zu glauben. Des Weiteren ist der Glaube an ihn ein wesentlicher Bestandteil und eine grundlegende Voraussetzung des islamischen Glaubens.
Daher ist es für jeden Muslim verpflichtend, zu bezeugen, dass unser Prophet ein von Allah gesandter Prophet ist. Zusätzlich muss ein Muslim an all das glauben, was der Prophet von Allah überliefert hat, und seine Worte und Taten anerkennen. Der Prophet sollte für jeden Muslim ein Vorbild im Leben sein.
Die Liebe zum Propheten gehört zu den notwendigsten Formen des Gehorsams für jeden Gläubigen. Denn unser geliebter Prophet sagte: „Keiner von euch wird den wahren Glauben erlangen, bis ich ihm nicht lieber bin als seine Kinder, sein Vater, seine Mutter und alle Menschen.“Solange diese Liebe im Herzen eines Muslims nicht verankert ist, kann sein Glaube nicht als vollkommen gelten.
Denn der Mensch neigt von Natur aus dazu, dem Guten zu dienen. Die Herzen sind so geschaffen, dass sie jene lieben, die ihnen Gutes tun. Wenn ein Mensch einen anderen Menschen liebt, beschenkt er ihn oder hilft ihm in seiner Not.
Und wenn ein Mensch all dies aus der Liebe zu einem Menschen tun kann; wäre es dann nicht umso naheliegender, unseren Propheten zu lieben? Jenen, der, die gesamte Menschheit mit dem Licht des Islam erleuchtet hat, der uns die Barmherzigkeit Allahs und die Bedeutung seiner heiligen Schriften erklärte und uns den Weg zur Glückseligkeit – sowohl im Diesseits als auch im Jenseits – aufgezeigt hat? Zweifellos folgt auf die Liebe zu Allah die Liebe zu unserem Propheten Muhammad (Friede und Segen seien auf ihm).

Ein Licht im Dunkeln

Irfans Vater war Kapitän. Eines Tages nahm er seinen Sohn mit auf eine Reise mit dem Schiff. Eines Nachts gerieten sie in einen heftigen Sturm. Irfan hatte große Angst. Es donnerte, blitzte und es war sehr windig. Das Schiff schwankte so stark, dass es sich anfühlte, als würde es sich überschlagen. Die Matrosen rannten hektisch umher und schrien sich gegenseitig laut an.
Plötzlich hörte Irfan einen Matrosen rufen: „Kapitän! Unser Kompass ist kaputt!“
Erschrocken lief Irfan zu seinem Vater: „Papa, was ist ein Kompass?“, fragte er.
„Ein Kompass ist ein Gerät, das uns hilft, unseren Weg zu finden“, antwortete sein Vater ruhig.
„Und was passiert, wenn er kaputt ist?“, fragte Irfan mit großen Augen.
„Dann verlieren wir die Orientierung und wissen nicht mehr, wohin wir steuern.“
Gegen Mitternacht ließ der Sturm endlich nach. Die See beruhigte sich langsam, aber die Mannschaft war ratlos. Niemand wusste, in welche Richtung sie das Schiff steuern sollten. Es war kein Land in Sicht, kein Licht weit und breit – nur Dunkelheit ringsum.
Als plötzlich Freudenschreie losbrachen, sprang Irfan auf das Deck.
„Was ist passiert?“, rief er.
„Ein Leuchtturm! Ein Leuchtturm!“, antworteten die Matrosen erleichtert.
„Papa, was ist ein Leuchtturm?“
Sein Vater zeigte mit dem Finger auf den Leuchtturm, dessen Licht, das regelmäßig aufblitzte.
„Das ist das Licht eines Leuchtturms, mein Sohn. Jetzt musst du keine Angst mehr haben. Ich weiß nun, wo wir uns befinden.“
„Aber woher weißt du das denn, Papa?“, fragte Irfan erstaunt.
„Wegen des Leuchtturms. Der Leuchtturm ist der beste Freund der Seefahrer. Dank ihm können wir uns orientieren. In der Dunkelheit erleuchtet er unseren Weg. So wie ein Leuchtturm sind auch die Propheten, mein Sohn. Allah hat sie gesandt, um die Menschen zu führen – damit sie den rechten Weg wiederfinden, wenn sie von ihrem Weg abgekommen sind“antwortete der Vater.
Irfan hörte aufmerksam zu. In diesem Moment verinnerlichte er die Tatsache, dass die Propheten für die Menschen eine Art Wegweiser sind und sagte: „Danke Papa. Du hast das wirklich schön erklärt.“

Der sanfte und gütige Charakter unseres Propheten

Ein sanftmütiger Charakter zeigt sich besonders in Momenten der Wut, wenn man sich beherrschen kann. Zusätzlich ist ein Mensch mit dieser Eigenschaft in der Lage, selbst dann zu verzeihen, wenn er sich rächen könnte und ist geduldig gegenüber unangenehmen Dingen.
Dank der milden und barmherzigen Natur des Propheten konnte er selbst groben und verletzenden Handlungen der Ungläubigen standhalten und so die Herzen vieler Menschen erreichen, auch wenn sie anfangs verschlossen oder hart waren.
Sein sanfter Charakter war wie ein goldener Schlüssel, den er auf schönste Weise einsetzte, um die Menschen zum Islam einzuladen. Diesen Schlüssel nutzte unser Prophet auf die beste Art und Weise. Mit diesem Schlüssel öffnete er selbst die verschlossenen Herzen in Mekka und Umgebung und lud sie zur Wahrheit und zur Nähe Allahs ein. Ohne diese Charaktereigenschaft wäre es unserem Propheten Muhammad (Friede und Segen sei mit ihm) nicht möglich gewesen, die Wahrheiten und Botschaften des Islam, die er den Menschen gebracht hat, in so kurzer Zeit zu vermitteln und so erfolgreich zu sein. Sein Erfolg lag nicht nur in seinen Worten, sondern vor allem in seiner Sanftmut, Geduld und aufrichtigen Barmherzigkeit.

Unser Prophet vergibt Gavres

Während einer Reise machten unser Prophet und die Gefährten eine Pause. Um sich zu erholen, legte er sich unter einen Baum, der sich etwas abseits von den Gefährten befand.
Nach einer kurzen Weile wurde unser Prophet Muhammad (Friede und Segen sei mit ihm) von Gavres bemerkt – einem ungläubigen Stammesführer, der für seine Bosheit bekannt war. Sein Herz war erfüllt von Hass, aber auch von einer unheilvollen Freude: Endlich hatte er den Propheten allein und wehrlos gesehen. Gavres Herz war voller Freude und Aufregung. Er wollte diesen Moment und die Gelegenheit nutzen, um den Propheten zu töten – in der Hoffnung, sich damit Ruhm und Ansehen unter den anderen ungläubigen Arabern zu verschaffen.
Ganz aufgeregt, aber lautlos schlich sich Gavres an den Propheten heran. Er streckte sich, griff nach dem Schwert, das an einem Ast hing, und nahm es an sich, ohne dass der Prophet es bemerkte. Daraufhin setzte er die kalte Klinge an die Kehle des Propheten, der die e Augen öffnete, als er das Metall spürte.
Gavres war überzeugt, dass er ihn gleich umbringen würde und lächelte grausam. Spöttisch fragte er: „O Muhammad, wer wird dich jetzt noch retten können?“
Auf den ersten Blick schien Gavres im Vorteil zu sein: Ein einziger Stoß mit dem Schwert hätte genügt, um den Propheten zu töten. Doch der Prophet zeigte keinerlei Anzeichen von Angst oder Aufregung. Mit fester Stimme rief er: „Allah!“
In diesem Moment erschrak Gavres so sehr über die ruhige, entschlossene Antwort des Propheten, dass er vor Schreck zurückwich, das Gleichgewicht verlor, zu Boden stürzte und das Schwert aus der Hand fallen ließ. Der Prophet Muhammad stand sofort auf, Unser Prophet stand in dem Moment sofort auf, ergriff das Schwert und drückte das Schwert an die Kehle des noch auf dem Rücken liegenden Gavres. Da stellte er ihm dieselbe Frage:
„O Gavres, wer wird dich jetzt retten können?“
Natürlich würde Gavres nicht mit „Allah“antworten, weil er ein Ungläubiger war. Und doch fand er eine kluge Antwort. Er sagte:
„O Muhammad, jeder soll das tun, was man von ihm erwarten kann.“
Angesichts dieser Antwort und geleitet von seiner Barmherzigkeit, senkte der Prophet das Schwert. Er ließ Gavres frei und sprach:
„Du bist frei – du darfst gehen.“

Auf Schlechtes antwortet man nicht mit Schlechtem

Ein nomadischer Arabertrat an den Propheten Muhammad (Friede und Segen seien auf ihm) heran, packte sein Gewand und zerrte daran. Er forderte Geld und Waren. Er zog so fest, dass der Prophet stolperte– an der Stelle, wo sein Kleid gezogen wurde, trat sogar Blut hervor.
Der Prophet sagte nichts, bis der Mann sich beruhigte. Dann fragte unser Prophet: „Sag mir, soll ich dir dasselbe jetzt auch antun?“
Der nomadische Araber antwortete selbstsicher: „Nein“.
„Weshalb denn nicht?“
„Weil du niemals auf eine schlechte Tat mit einer schlechten Tat antworten würdest.“
Der Prophet konnte auf so eine Antwort nur lächeln. Dann wandte er sich an seine Gefährten und sagte, sie sollten dem Mann Waren auf seine Kamele laden.

Diejenigen, die Kamelfleisch gegessen haben

Unser Prophet saß mit einer großen Gruppe seiner Gefährten in der Moschee. Sie hatten Kamelfleisch verzehrt. Einer von ihnen lies ungewollt Gas ab und der üble Geruch war von jedem wahrzunehmen. Alle sahen sich besorgt und beschämt an. Da gleich der Gebetsruf zu hören war, würde die betroffene Person seine Gebetswaschung machen. Dann würde klar werden, wer es war. Unser Prophet, der verhindern wollte, dass einer seiner Gefährten schlecht da steht, befahl folgendes: „All diejenigen, die Kamelfleisch gegessen haben, vollbringen nun ihre Gebetswaschung.“Alle standen nun vor dem Waschraum in Schlange. So konnte die Person verschont bleiben.

Die Verschmutzung der Moschee

Unser Prophet erklärte, dass man alle Menschen gut behandeln sollte und so war er auch selbst ein optimales Beispiel für gute zwischenmenschliche Beziehungen. Dafür war seine Hauptgrundlage der Koran: „Und wärst Du schroff und hartherzig gewesen, hätten sie sich sicherlich von Dir entfernt,….“(AlImran 159. Vers).
Eines Tages kam ein Beduine in die Moschee, in der sich unser Prophet und seine Gefährten befanden. Dieser urinierte in eine Ecke der Moschee. Die Gefährten ruften wütend und wollten den Mann daran hindern. Aber der Prophet Muhammad (Friede und Segen sei mit ihm) griff sofort ein und sagte zu seinen Gefährten: „Lasst den Mann!“. Daraufhin befahl er einen Eimer voll mit Wasser dort auszugießen, wo der Mann urinierte.
Dann rief unser Prophet den Beduinen zu sich und erklärte ihm, dass dies eine Moschee sei und es nicht richtig wäre, diese zu verschmutzen. Denn in der Moschee werden die Namen Allahs gerufen, Gebete verrichtet und der Koran gelesen. Dies erläuterte er in einer sehr netten und liebevollen Sprache, sodass er den Mann überzeugen konnte, sowas nicht mehr zu tun.

Anas Ibn Malik erzählt:

„…Der Gesandte Allahs wollte mich eine Tages an einen Ort schicken. Ich sagte ihm aber, dass ich nicht gehen möchte. Innerlich entschloss ich mich aber zu gehen, weil es unser Prophet war, der dies befahl. Ich machte mich auf den Weg und sah auf der Straße spielende Kinder. Daraufhin spielte ich mit ihnen. Nach einer Weile kam der Gesandte Allahs und tätschelte meinen Kopf und sagte lächelnd: „Anas bist du gegangen, wohin ich dich geschickt habe?“
Ich antwortete mit: „Nein, o Gesandter Allahs. “
Daraufhin hat er weder geschimpft oder geschlagen noch etwas schlechtes zu mir gesagt. Denn er war ein sehr sanftmütiger Mensch.“
Efendimiz (S.A.V) ve Ahlakı

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