Wer oder was sind wir Menschen? Woher kommen wir, wohin gehen wir? Lernen wir zunächst den Ort kennen, an dem wir uns befinden. Es gibt verschiedene Lebensformen und viele Sphären, deren Natur wir als Menschen nicht kennen. Neben dem Leben der Engel, der Seelen, des ehrwürdigen Khidr und des ehrwürdigen Jesus sowie der Märtyrer gibt es in den 18.000 Sphären eigentlich nur drei Hauptlebensarten, die uns betreffen.
Leben dritten Grades: Unsere Gedanken, Absichten, Träume und Visionen – alles, was wir nicht berühren können, was wir nicht konkret sehen können.
Leben zweiten Grades: Das Leben, das wir jetzt führen, alles, was wir konkret sehen; wir essen, trinken, reisen und berühren.
Leben ersten Grades: Alle Lebewesen, Tiere, Pflanzen und wir Menschen leben für eine bestimmte Zeit und sterben schließlich. Aber wir werden in einer anderen Dimension und an einem anderen Ort auferstehen, ausgestattet mit überlegenen Qualitäten und Fähigkeiten, die nichts mit einem neuen Körper oder unserem Zustand auf dieser Welt zu tun haben.
So unbedeutend wie Träume in dieser Welt, die wie Seifenblasen platzen, wenn man aufwacht, so ist auch unser irdisches Leben neben dem neuen Leben, dem Leben ersten Grades – es gleicht einer Seifenblase. Jenseits von allem Leben und allen Welten gibt es eine Wahrheit, für die wir alles andere beiseitelassen sollten; unser ganzes Streben sollte dem Ziel gelten, Ihn zu erreichen, Ihm zu begegnen: der absoluten Wahrheit. Am Ende des Kapitels werden wir näher darauf eingehen. Wird mit unserem kurzen Leben alles – Essen, Trinken, Erlebnisse – enden? Was wird mit unseren schönen Träumen passieren? Werden sie sich erfüllen oder wird ihnen wie einem Ballon die Luft entweichen? Sollte man einfach sagen: „Es lohnt sich nicht, sich anzustrengen. Lasst uns noch ein wenig leben wie die anderen, denn am Ende werden wir eh verschwinden!“ Oder kommt uns leicht die Aussage „Ich glaube nur, was ich sehe“ über die Lippen? Oder denken wir: „Wenn ich gestorben bin, zerfalle ich in meine Bestandteile, in meine Atome. Ich werde zu Erde; es regnet, ich werde zu Gras; Schafe und Ziegen fressen mich, schließlich werde ich zu Fleisch, zu Milch usw.“ Oder haben wir Fragen im Kopf wie: „Wenn Gott das Universum und alles Lebende erschaffen hat, wer hat dann Gott erschaffen?“ Beschäftigen uns solche Zweifel und Fragen?
„Ich glaube nur, was ich sehe“
Beginnen wir mit der klassischsten aller Aussagen: „Ich glaube nur, was ich sehe.“ In der Mittelschule ruft ein Lehrer einen Schüler an die Tafel und fragt die Klasse: – Kinder, seht ihr Ahmet? – Ja, wir sehen ihn. – Seht ihr mich? – Ja, wir sehen Sie. – Seht ihr Gott? – Nein, wir sehen ihn nicht. – Was wir nicht sehen, gibt es also nicht.
Die Schüler sind aber nicht dumm oder feige, einer bittet um Erlaubnis, kommt an die Tafel und fragt: – Freunde, seht ihr mich? – Ja, wir sehen dich. – Seht ihr unseren Lehrer? – Ja, wir sehen ihn. – Seht ihr auch seinen Verstand? – Nein, den sehen wir nicht. – Dann hat er wohl keinen Verstand, oder?
Wir wissen nicht, ob der Schüler dafür eine Ohrfeige bekommen hat, aber eins ist klar: Wenn wir unseren Verstand nur darauf beschränken, was wir sehen, werden wir unweigerlich falsche Schlüsse ziehen.
„Ich werde zu Gras“
Eine andere Ansicht ist, dass man nach dem Tod zu Erde wird, zu Gras. Drehen wir den Film doch mal zurück: Wer das sagt, wurde durch die Atome hervorgebracht, die sein Vater einige Monate oder Jahre vor seiner Geburt in Gräsern, Fleisch und Milch verteilt gegessen hatte und die dann die Samenzellen bildeten, die auf die Eizelle der Mutter trafen und sie befruchteten. Atome sind im Boden, auf den Bergen und im Meer verstreut. Wenn eine Kraft diese Teilchen sammeln und daraus Menschen schaffen kann, so kann sie sie natürlich auch nach dem Tod von überall her wieder einsammeln, zusammenfügen und so den Menschen auferwecken, ihm erneut Leben geben.
„Wer hat Gott erschaffen?“
Eine weitere klassische Frage: „Wenn Gott alles erschaffen hat, wer hat dann Gott geschaffen?“ Die Frage unterstellt, dass der Schöpfer selbst auch erschaffen wurde. Sie ergibt also keinen Sinn. Denn wenn Gott erschaffen worden wäre, wäre er kein Gott, sondern ein Geschöpf. Er ist Gott, weil er nicht erschaffen wurde. Zudem würde so eine Frage eine endlose Kette von Fragen auslösen: „Und wer hat den erschaffen, der Gott erschaffen hat?“ Denken wir an einen Zug mit 100 Wagen, jeder Wagen zieht den vorherigen, aber ganz vorne ist die Lokomotive. Niemand würde auf die Idee kommen zu fragen: „Und wer zieht die Lokomotive?“ Oder denken wir an die Befehlskette beim Militär: einfacher Soldat, Unteroffizier, Hauptmann, Offizier, General usw. Niemand würde auf die Idee kommen zu fragen: „Von wem nimmt eigentlich der Sultan Befehle entgegen?“
Zufall oder Schöpfung?
Kommen wir zur Hauptfrage und zum Hauptthema: Werden wir einst für immer aus dem Dasein ausgelöscht oder gibt es einen Schöpfer, der die gegenwärtige Ordnung beherrscht und uns in einem jenseitigen Leben neu erschaffen wird? Zunächst müssen wir uns über das Thema „Existenz“ klar werden: Nichts um uns herum existiert ohne Grund, ist unnötig, planlos oder vergebens. Hinter allem muss ein Wesen stehen, das es hervorbringt. Wenn wir das Universum und die Lebewesen betrachten, kommen wir nicht umhin zu sagen: „Dieses Lebewesen könnte nicht perfekter sein.“ Wir haben es mit einem Universum zu tun, das zu einem bestimmten Zeitpunkt entstanden ist und sich ständig verändert. Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik beweist das eindeutig. Er besagt, dass sich die Temperatur zwischen heißen und kalten Objekten nach einer bestimmten Zeit angleicht und ausgeglichen wird. Ein solcher Wärmeausgleich findet zwischen Erde und Sonne immer noch statt. Ein endgültiger Ausgleich ist erst dann erreicht, wenn die Heliumatome der Sonne verbraucht sind. Sonne und Erde wurden also zu einem bestimmten Zeitpunkt erschaffen, denn die Sonne kühlt immer noch ab. Würden Sonne und Erde von jeher existieren, wären sie gleich kalt. Fazit: Das Universum hat einen Anfang, und Wesen, die danach ins Dasein kamen, haben natürlich einen Schöpfer. Alles im Universum ist in Bewegung, das heißt, wir können uns nicht vorstellen, dass der Mond nicht um die Erde und die Erde nicht um die Sonne kreist; dass es keinen Wechsel von Tag, Nacht und Jahreszeiten gibt; Wolken bewegungslos am Himmel stehen oder dass es eine Welt ohne Regen gibt. Könnte man behaupten, diese Ordnung und diese Abfolgen, die sich alle 24 Stunden wiederholen, entstünden spontan oder zufällig? Könnte man das nicht nur einer Kraft, sondern gar mehreren Mächten zuschreiben? Würde es nicht zu Chaos und Konflikten führen, wenn man unterschiedliche Kräfte annimmt, die hier unabhängig voneinander am Werk sind? Betrachten wir es aus biologischer Sicht: Kann sich das gegenwärtige Leben durch zufälliges Kombinieren der Elemente entwickelt haben? Man braucht nur die menschliche DNA (genetischer Code des Menschen) zu betrachten: In einer einzigen DNA sind Informationen von 2500 Enzyklopädien à 24 Bänden gespeichert. Wenn man bedenkt, dass der menschliche Körper mehr als 100 Billionen Zellen enthält, beträgt die Gesamtlänge der DNA eines Menschen etwa 200 Milliarden Kilometer. Hier an Zufall zu denken, bedeutet, unseren Verstand zu verhöhnen
İman
5. Die Bedeutung de Glaubens
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