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62. Wie soll man die Risale-i Nur lesen?


Wir sind nicht aus eigenem Willen auf diese Welt gekommen, genauso wenig wie wir sie verlassen können, wann wir wollen. Gott hat uns aus einem bestimmten Grund hierher geschickt: um uns auf die Probe zu stellen und dass wir in der gegebenen Zeit richtig glauben und ihm dienen. Der Glaube (Iman) ist dabei wie das Fundament eines Gebäudes – ohne dieses Fundament kann das Gebäude nicht stehen.
Um einen starken Glauben zu entwickeln, müssen wir uns bemühen, genau wie ein Baum ohne Wurzeln nicht stehen kann, müssen wir unsere Wurzeln weiten und weiterentwickeln. Der Glaube ist wie ein Motor, der alle guten Taten und unsere Beziehung zu Gott antreibt. Je stärker unser Glaube ist, desto besser können wir unseren Glauben ausleben.
Leider wissen viele Muslime heute nur wenig über ihren Glauben. Sie können stundenlang über Politik, Sport oder Technik sprechen, aber wenn es darum geht, Gott zu beschreiben, fällt ihnen oft nur wenig ein. Doch wir sollten in der Lage sein, stundenlang über unseren Schöpfer zu sprechen und ihn so zu verstehen, wie er im Koran und in den Hadithen beschrieben wird.
Die Risale-i Nur hilft uns dabei, unseren Glauben auf eine tiefe und detaillierte Weise zu verstehen. Diese Werke erklären die Verse des Korans sehr klar und liefern uns Argumente, die unseren Glauben stärken, sodass keine Zweifel übrig bleiben. Durch das Lesen dieser Bücher gewinnen wir nicht nur an Wissen, sondern auch an spiritueller Tiefe.

Wie sollten wir die Risale-i Nur lesen?

Zuerst sollten wir den Gedanken aufgeben, dass diese Bücher schwer zu verstehen sind. Es ist viel einfacher, als man denkt. Alles, was man braucht, ist Zeit, Geduld und eine Methode.
Die Risale-i Nur sind keine gewöhnlichen Bücher. Sie sind voller Fachbegriffe aus den islamischen Wissenschaften. Sie sind nicht so leicht zu verstehen wie Romane, aber wenn man jeden Tag kontinuierlich liest, wird es immer leichter, sie zu verstehen. Man muss nicht jedes Wort sofort verstehen, denn es gibt auch moderne Ausgaben mit Erklärungen zu den schwierigen Wörtern.
Es gibt viele Hilfsmittel, die uns helfen, die Risale-i Nur zu verstehen, wie zum Beispiel Bücher mit Worterklärungen oder Apps. Wenn wir regelmäßig lesen, erweitern wir unseren Wortschatz und verstehen den Koran und die Hadith besser.
Ein Buch mitten im Krieg: Die Entdeckung des Risale-i Nur durch einen kriegsgefangenen Offizier
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde ein junger türkischer Offizier in Deutschland als Kriegsgefangener festgehalten. Nach Tagen voller Kämpfe und harter Gefangenschaft waren seine Hoffnung und sein Mut fast erloschen. Der Krieg hatte die Menschen sowohl körperlich als auch seelisch zermürbt, und auch der junge Offizier war in tiefe Verzweiflung geraten. Einsamkeit, Hilflosigkeit und Unsicherheit prägten seinen Alltag, als ihm eines Tages ein anderer türkischer Gefangener ein kleines Buch gab. Es war ein Teil des Risale-i Nur.
Zunächst verstand der Offizier nicht, wie dieses kleine Buch seine Situation verbessern könnte. Doch neugierig begann er, einige Seiten zu lesen, und plötzlich fand er sich in einer völlig anderen Welt wieder. Das Buch enthielt tiefgründige Gedanken über die Existenz Gottes und den Sinn des Lebens. Es sprach sowohl seinen Verstand als auch sein Herz an. Jeden Tag las er mehr und mehr. Jedes Wort im Risale-i Nur wurde für ihn wie ein Licht, das ihm mitten im Krieg den Weg zeigte.
Als der Krieg schließlich endete und der Offizier aus der Gefangenschaft befreit wurde, trug er nicht nur die Müdigkeit des Krieges mit sich, sondern auch die Freude, den Sinn des Lebens gefunden zu haben. Durch das Risale-i Nur hatte er nicht nur ein Buch gelesen, sondern auch seinen Glauben erneuert und neue innere Kraft gewonnen. Er setzte sein Leben nun nicht nur als Soldat, sondern auch als ein Mensch mit starkem Glauben fort. Diese Geschichte zeigt, wie das Risale-i Nur nicht nur in schwierigen Zeiten, sondern auch im Alltag als Wegweiser dienen kann.

Wo sollten wir anfangen?

Wenn man die Risale-i Nur zum ersten Mal liest, ist es gut, mit dem Buch „Sözler“und dem Kapitel „Konferans“zu beginnen. Danach kann man die ersten neun Kapitel aus „Sözler“, die ersten zwei Kapitel aus „Lem’alar“und den 19. Brief aus „Mektubat“lesen. Später kann man auch „Tarihçe-i Hayat“und die anderen Bücher der Risale-i Nur-Reihe lesen.

Wie viel sollten wir täglich lesen?

Es ist wichtig, jeden Tag ein bisschen zu lesen. Selbst wenn man jeden Tag nur zwei Seiten liest, kann man in zehn Jahren das gesamte Werk einmal durchlesen. Es ist auch schön, mit anderen zusammenzulesen und über das Gelesene zu sprechen. So lernt man noch mehr und kann sich gegenseitig unterstützen.

Welche Arten des Lesens gibt es?

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, die Risale-i Nur zu lesen. Man kann alleine lesen, in einer Gruppe zuhören oder zusammen mit anderen darüber diskutieren. Man kann auch an speziellen Lesekursen teilnehmen oder sogar selbst anderen das Gelesene beibringen.
Alle diese Methoden haben ihre eigenen Vorteile. Wenn man alleine liest, kann man sich gut konzentrieren und in Ruhe nachdenken. In einer Gruppe kann man von den Erfahrungen der anderen profitieren. Und wenn man anderen das Gelesene erklärt, versteht man es oft selbst noch besser.

Zusammengefasst:

Die Risale-i Nur ist wie ein Lehrbuch für den Glauben. Um sie zu verstehen, brauchen wir etwas Zeit und Mühe. Aber je mehr wir uns mit ihr beschäftigen, desto mehr werden wir unseren Glauben vertiefen und besser verstehen, was es bedeutet, ein gläubiger Muslim zu sein.
Lesetext Aus Der Fontäne

Systematisches Lesen

Von Hikmet Işık
In den fünfziger und sechziger Jahren gab es nur wenige Zeitschriften und Bücher, die unseren spirituellen und kulturellen Wurzeln nicht fremd waren und unsere Gedankenwelt widerspiegelten. Hätte man fünf oder sechs Stunden am Tag mit Lesen verbracht, man hätte sie alle lesen können. Heute jedoch werden so viele Werke veröffentlicht – sei es aus rein wirtschaftlichen Gründen oder um einen Beitrag zum wissenschaftlichen und intellektuellen Leben zu leisten –, dass es wirklich schwierig ist, am Ball zu bleiben.
Zudem gibt es anderweitige Ablenkungen, die uns beschäftigt halten. Daher ist es sinnvoll, bei der Auswahl von Büchern, die man lesen möchte, möglichst selektiv vorzugehen. Vorrang sollten Werke haben, die sich mit Glaubensfragen und dem Islam beschäftigen, also mit unseren spirituellen Wurzeln. Wir sollten mit den wichtigsten Werken beginnen.
Nachdem man in Bezug auf eigene Werte und die eigene Gedankenwelt festen Fuß gefasst hat, mag man auch bedenkenlos andere Werke lesen können. Ansonsten könnte es einem angesichts der Vielzahl an Ansichten und Trends schwindelig werden und man könnte seinen klaren Blick verlieren.
Lesekampagnen
Je sachkundiger und kultivierter wir sind, umso besser wird es uns gelingen, unsere Identität in Bezug auf religiöse Werte oder unser wirtschaftliches und kulturelles Leben zu bewahren und in allen Bereichen ein spirituelles Denkmal zu errichten. Bediuzzaman sagt an einer Stelle: „Alle Dinge sind in Bezug auf ihre Washeit bzw. Beschaffenheit und ihr Entwicklungspotenzial von Wissen abhängig“(23. Söz, 1. Mebhas, 4. Nokta). Er sagt auch, dass die Menschheit sich in der Endzeit an die Wissenschaft, insbesondere an die Naturwissenschaft, klammern und all ihre Kraft von dort beziehen würde (20. Söz, 2. Makam). Daher ist es an der Zeit, eine wirklich ernsthafte Leseoffensive zu starten, um nicht abgehängt zu werden.
Nicht nur jemand, der studiert, sollte lesen. Nein, jeder sollte es sich angewöhnen, niveauvolle Bücher zu lesen. Wir müssen zuerst jene Bücher lesen, die für uns so lebenswichtig sind wie Luft, Wasser oder Nahrung. Wir müssen zum Beispiel lernen, unsere Gebete richtig zu verrichten und unsere Religion richtig zu leben. Darüber hinaus sollten wir uns bei Fragen zu Ethik oder richtigem Verhalten gut auskennen, unser Wissen über den Koran erweitern und die erhellenden Aussagen unseres Propheten (Friede sei mit ihm) kennen. Wir müssen mit unserer Religion so weit vertraut sein, dass wir prüfen können, ob das, was wir tun, den Grundlagen der Religion entspricht.
Wenn die Vorreiter der Verkündung und der Rechtleitung, die Wahrheiten, an die sie glauben, richtig vermitteln und ihren Gesprächspartnern ihre Weltanschauungen und Lebensphilosophien überzeugend erklären wollen, müssen sie wirklich etwas von den Werten verstehen, an die sie glauben. Sie sollten sowohl über ausreichende Kenntnisse ihrer Religion verfügen als auch die Welt gut kennen, in der sie leben. Sie sollten wissen, wie sie sich in ihrer Zeit entsprechend Rückenwind verschaffen als auch auf aktuelle Bedürfnisse eingehen können. Und das geht nur mit einer ernsthaften Lesekampagne. Alles beginnt in kleinem Kreis, ist wie ein winziger Punkt im Zentrum, weitet sich aber dann nach außen hin gewaltig aus. Man beginnt mit fünfzig Leuten, und nach einer Weile werden tausend daraus.
Wenn wir aber nicht lesen, werden es unsere Kinder sehr wahrscheinlich auch nicht tun. Wenn die Eltern keine Bücher lesen, muss schon ein Wunder geschehen, damit die Kinder lesen. Wenn wir ein Buch nehmen und anfangen zu lesen, werden sie es uns gleichtun. Einstellungen und Verhaltensweisen von Eltern spiegeln sich wie ein genetischer Code oft in ihren Kindern wider. Leider legen Eltern heutzutage nicht viel Wert auf das Lesen. Diese Lücke muss unbedingt geschlossen werden, dieser Mangel muss behoben und kompensiert werden.
Nicht nur in der Familie, wir sollten allen Menschen nahelegen, Bücher zu lesen und sie dazu bringen, sie zu lieben. Wir sollten besonders darauf achten, dass Werke gelesen werden, bei denen es um unsere Gedankenwelt geht und die mit unserer Seele und unseren spirituellen Wurzeln zusammenhängen. Das ist der wichtigste Weg, um Entfremdung und Identitätsverlust zu verhindern.
Herausforderungen der digitalen Welt
Die digitale Welt hat sich erfolgreich als Alternative zum Bücherlesen etabliert und es überflüssig werden lassen. Als Gesellschaft müssen wir darüber nachdenken, wie wir diese Krise überwinden und die Menschen dazu bringen, wieder zu lesen, zu denken und zu diskutieren. Obwohl man dank Computern, Smartphones und dem Internet leichter auf Informationen zugreifen kann als je zuvor, ist es schwieriger geworden, diese Informationen auch im Gedächtnis zu behalten. Informationen gehen so schnell wie sie kommen. Daher ist man mit dem Lesen eines Buches immer im Vorteil.
Um das Gelesene besser zu verstehen und zu verdauen, ist es unabdingbar, wichtige Stellen zu markieren, sich bei Bedarf Notizen zu machen – auch zu Gedanken, denen man nicht zustimmt. Der Zweck des Lesens besteht schließlich darin, zu verstehen und seinen Sinn zu bereichern. Und dazu muss man sich etwas anstrengen.
Ich möchte hier noch eines in Erinnerung rufen: Dank Kommunikationsmitteln wie Internet und Fernsehen sehen und lernen wir heute viel. Aber nach einer Weile wird man, ohne es zu merken, süchtig danach. Man taucht in die Unterhaltung ein, verliert sich im Zeitgeschehen und verlässt die reale Welt. Wir müssen sehr vorsichtig sein, was unseren Medienkonsum betrifft. Wir sollten uns Grenzen setzen und persönlicher und sozialer Degeneration vorbeugen. Digitale Medien sind sehr anfällig für Missbrauch, was die Wunden und Zerstörungen, die sie in jungen Köpfen, in Familien und in der Gesellschaft hinterlassen haben, deutlich zeigen.
Dies zu verhindern ist nicht nur Aufgabe des Staates. Jede Familie sollte ihren Beitrag dazu leisten. Man könnte bei der Nutzung von Fernsehen und Internet vorsichtiger und umsichtiger sein. Man sollte ein Auge darauf haben, wo die Kinder im Internet surfen, welche Seiten sie besuchen, und ihre Internetnutzung zeitlich begrenzen.
Lesen in Gemeinschaft
Eine wichtige Möglichkeit, mehr aus dem Lesen von Büchern herauszuholen, besteht darin, sie miteinander zu besprechen. Nehmen wir an, wir möchten etwas über das Thema Auferstehung lesen. Dann könnten wir mit anderen zusammen entsprechende Passagen aus den Werken von Bediuzzaman, Fahruddin er-Razi, Imam Ghazali und Avicenna besprechen und uns dem Thema aus mehreren Perspektiven nähern. Wenn wir beispielsweise die Traktate Ene (das Ich) und (Das Teilchen) Zerre lesen, können wir sie mit dem Buch Rumûz-ı bi-Hôdî von Muhammad Iqbal vergleichen, in dem er die Geheimnisse des Selbst erklärt. Dank vergleichender Lektüre kann man sowohl die Überlegenheit mancher Gedanken erkennen als auch tiefer in die Thematik einsteigen.
Unser Prophet (Friede sei mit ihm) sagt im Zusammenhang mit dem Thema gemeinschaftlicher Unterredung in einem Hadith, dass Engel Studenten umgeben und sich auf ihnen niederlassen. Im Arabischen bedeutet „Unterredung“(mudhakere), dass mehrere Personen ein Thema im Detail gemeinsam erörtern. Unterredung ist nicht die übliche Lektüre eines Buches, und es bedeutet auch nicht, dass eine Person liest und die andere ein Nickerchen machen. Es bezeichnet vielmehr das Brainstorming von Menschen, die ihre Köpfe zusammenstecken und darlegen, was sie verstehen – die Manifestation von Wahrheitsstrahlen, die dem Widerstreit der Ideen entspringt.
Wenn jedoch solche Unterredungen immer nach dem gleichen Schema ablaufen, würde das mit der Zeit nur langweilen und zu Unzufriedenheit führen. Die Teilnehmer könnten nicht mehr so viel Nutzen aus den Besprechungen ziehen, aus diesem Trog wohlschmeckenden Wassers. Wichtig ist, dass alle davon profitieren und Freude daran haben, Neues und Originelles zu lernen und das Lesen zu etwas hoch Angesehenem zu machen. Deshalb sollte man häufig mit dem Format des Unterrichts spielen und neue Methoden entwickeln.
Menschen mit herausragenden Fähigkeiten heranbilden
Leider haben wir das, was der ehrwürdige Pir einmal zu seinen Schülern sagte, falsch verstanden: „Die Risale-i Nur reichen euch.“Er sagte dies – zu einer Zeit, in der Religion und Religiosität zerstört sowie religiöse Gefühle und Gedanken in die Zange genommen und über Bord geworfen wurden –, um die Aufmerksamkeit auf die Grundprinzipien der Religion und das damals dringendste Thema zu lenken. Wir haben diese Aussage jedoch zu kategorisch ausgelegt und den Religionswissenschaften nicht die erforderliche Bedeutung beigemessen. Aber so wie jemand nicht nur die Risale-i Nur liest, sondern auch Medizin, Chemie, Physik, Biologie, Anthropologie, Soziologie oder Geologie studiert und niemand etwas dagegen einzuwenden hat, so sollte auch ein Theologe die Grundlagenwerke der Islamwissenschaften, die ein eigenständiges Themenfeld bilden, lesen und Expertise auf diesem Gebiet erwerben.
Tatsächlich sollte ein Theologe neben dem Studium der Wissenschaften, die mit seinem Fachgebiet verbunden sind, auch Einblick in Fragen der positiven Wissenschaften nehmen und zumindest über ein Basiswissen auf diesen Gebieten verfügen. Er sollte, wenn er sich mit einem Chemiker oder Physiker zusammensetzt, in der Lage sein, mit ihnen ohne Schwierigkeiten über eines ihrer Themen zu sprechen. Denn man kann den Islam nicht von den positiven Wissenschaften trennen. Und man kann nicht mit Menschen über die eigenen Anliegen sprechen, wenn man nicht auch Kenntnisse auf deren Wissensgebieten besitzt. Ethisch-normative Anweisungen Gottes entspringen Seinem Attribut des Sprechens, während die kosmogonischen, schöpfungsbezogenen Anweisungen Gottes dem Attribut der Allmacht Gottes entspringen. Die ethisch-normativen Anweisungen erklären die kosmogonischen Anweisungen. Beide Aspekte sind so miteinander verflochten, dass man sie nicht richtig verstehen kann, wenn man einen vom anderen isoliert. Wer sich auf die Religionswissenschaften spezialisiert hat, sollte daher auch einschlägige Kenntnisse über die positiven Wissenschaften haben, und wer sich auf positive Wissenschaften spezialisiert hat, sollte ebenso viel oder sogar noch mehr über die Religion wissen.
Wenn religionswissenschaftlich gebildete Menschen die Probleme, die uns unsere Zeit beschert hat, nicht vernünftig lösen, wird dies nicht nur als persönliche Schwäche und Niederlage ausgelegt. Viel schlimmer: Eine solche Niederlage wird dem Islam zugeschrieben. Von Imam Ghazālī bis Fahruddin er-Rāzī, von Izz Ibn Abdisselām bis Ibn Hadjar al-Askalānī, von Bediuzzaman über Said Ramazan al-Būti bis Tantawī Djewherī – die Interpretationen und Ideen dieser Gelehrten haben dazu beigetragen, den Islam richtig zu verstehen. In den äußerst wertvollen Werken, die sie verfassten, räumten sie Zweifel am Islam aus und lieferten zufriedenstellende Lösungen für die Probleme, die die Menschen beschäftigten.
Wenn wir wollen, dass der Islam auch in der heutigen Welt richtig verstanden und gelebt wird, brauchen wir mindestens so viel Wissen wie sie und sollten gut ausgerüstet sein. Um das zu erreichen, sollten wir im Rahmen des heutigen Bildungssystems Personen ausbilden, die sich sowohl in den deskriptiven als auch in den normativen Wissenschaften qualifizieren, und die dafür notwendigen Rahmenbedingungen bereiten. Wenn wir Menschen, die gewissermaßen tot sind, zum Leben erwecken wollen, indem wir die uns von Gott dem Allmächtigen eingeräumten Möglichkeiten gut nutzen, sollten wir uns bewusst machen, dass wir dazu gut ausgebildete Menschen brauchen. Um dieses Ziel zu erreichen, sollten wir jede Gelegenheit nutzen und unserer Stellung gerecht werden.

Geri Bildirim

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